Das gab's seit 2009 nicht mehrTottenham Hotspur macht nächsten großen Schritt Richtung Abgrund

Tritt das Undenkbare tatsächlich ein? Tottenham Hotspur rutscht am 32. Spieltag der Premier League auf einen Abstiegsplatz - zum ersten Mal seit 17 Jahren. Der gefallene einstige Topklub taumelt nur so durch die Liga.
Für Tottenham Hotspur wird die Lage im Tabellenkeller der Premier League immer prekärer. Nachdem die Spurs am Freitagabend durch den Sieg von Konkurrent West Ham United (4:0) erstmals seit 17 Jahren auf einen Abstiegsplatz gerutscht waren, verloren die Londoner am 32. Spieltag selbst beim AFC Sunderland mit 0:1 (0:0). Damit steht Tottenham nach 32 Spielen auf Tabellenplatz 18, der Rückstand auf West Ham auf dem rettenden Ufer beträgt zwei Punkte. Den entscheidenden Treffer erzielte der frühere Leipziger Nordi Mukiele (61.).
Die Londoner erleben eine furchtbare Saison, nach Thomas Frank und Igor Turdor ist mit Roberto De Zerbi inzwischen der dritte Trainer in der Verantwortung. Doch auch unter dem Italiener gelang zumindest in dessen erstem Spiel als Chef nicht die Wende. Es scheint immer wahrscheinlicher, dass die Runde für den Klub, der 2019 noch im Finale der Champions League stand, im Komplettdesaster enden könnte: Mit dem ersten Abstieg aus der Premier League überhaupt.
Dabei hatte man den Kader noch vor der Saison für über 200 Millionen Euro verstärkt. So wechselten unter anderem Xavi Simons (für 65 Millionen Euro von RB Leipzig) und Bayern Münchens Mathys Tel (35 Millionen Euro) zu den "Spurs".
"Wir haben ein gutes Spiel gemacht, vielleicht nicht gut genug, um zu gewinnen, aber wir hatten in der ersten Halbzeit in einigen Situationen Pech", sagte er De Zerbi gegenüber der BBC. "Ich kann den Spielern nichts vorwerfen, denn sie haben in Sachen Einstellung und Kampfgeist ihr Bestes gegeben. Wir können sicherlich besser spielen und uns besser fühlen. Daran müssen wir arbeiten. Meine Arbeit findet nicht so sehr auf dem Platz statt, denn es sind gute Jungs, und sie tun mir leid. Ich möchte ihnen das nötige Selbstvertrauen geben."
Newcastle verliert bitter
Newcastle United hat derweil den nächsten Rückschlag kassiert. Die Mannschaft der Nationalspieler Nick Woltemade und Malick Thiaw verlor nach Führung in letzter Minute noch mit 1:2 (1:0) gegen Crystal Palace mit Teammanager Oliver Glasner. Doppelpacker Jean-Philippe Mateta (80., 90.+4/Foulelfmeter) ließ Palace jubeln. Während Thiaw erneut in der Startelf stand und durchspielte, kam Woltemade in der 84. Minute ins Spiel.
Lange sah es gut aus für Newcastle: Der Däne William Osula (43.) erzielte den ersten Treffer des Tages auf kuriose Weise im Sitzen. In der Schlussphase kamen die Gastgeber aber durch den ehemaligen Mainzer Mateta zurück. Erst traf er per Kopf, dann hielt Verteidiger Sven Botman Gegenspieler Tyrick Mitchell am Trikot und verursachte so den Elfmeter, den Mateta verwandelte. Durch die Pleite rutschte Newcastle auf Platz 14 ab.