Fußball

Hass gegen Retortenklub RB Leipzig Fortunas Ultras boykottieren Auswärtsspiel

imago18915062h.jpg

In Leipzig werden viele Plätze im Fanblock der Düsseldorfer leer bleiben. Das war im Auswärtsspiel gegen den KSC ganz anders.

(Foto: imago/Eibner)

Der Protest gegen den Emporkömmling RB Leipzig ebbt nicht ab. Die hartgesottenen Fans von Fortuna Düsseldorf setzen auf Boykott. Sie fahren nicht zum Auswärtsspiel nach Leipzig und wollen stattdessen dafür sorgen, dass in Düsseldorf kein Red Bull ausgegeben wird.

Am Anfang war der Protest gegen den Aufsteiger RB Leipzig, der in voller Länge RasenBallsport Leipzig heißt, meistens noch kreativ. So reisten St. Pauli-Fans in alten Trikots ihres Vereins an, um die Tradition auszudrücken. In der Alten Försterei zeigten sich die Berliner Union-Anhänger ganz in schwarz, demonstrierten damit gegen die "Totengräber" des Fußballs. Doch dann kippte die Stimmung - aus Protest wurde blanker Hass, der beim Auswärtsspiel der Sachsen in Karlsruhe einen traurigen Höhepunkt erreichte.

Nach den teilweise bösartigen und verwerflichen Anfeindungen wollen nun die Fans von Fortuna Düsseldorf am Montag (20.15 Uhr/Sky und  im Liveticker auf n-tv.de) mit einer friedlichen Aktion ihrem Unmut über das Projekt des Brause-Milliardärs Dietrich Mateschitz Luft machen.

Ein Großteil der hartgesottenen Fans, die Fortuna zu nahezu jedem Auswärtsspiel  begleiten, werden ihr Team in Sachsen nicht vor Ort unterstützen. Diese Anhänger wollen stattdessen in der Düsseldorfer Altstadt  vor dem Fernseher das Verfolgerduell im Unterhaus anschauen. Unter  dem Motto "Fußball an der längsten Theke der Welt" werden an diesem  Tag mindestens 14 Gaststätten keine Getränke von Leipzigs Hauptsponsor Red Bull ausgegeben.

Außerdem wollen die Fortuna-Ultras der eigenen Jugendabteilung  unter die Arme greifen. Unter der Überschrift "Mit Tradition in die Zukunft" werden bereits seit einer Woche imaginäre Eintrittskarten zum Preis von fünf Euro verkauft. Der Erlös geht zu hundert Prozent an Fortunas Förderverein.

Die Profis bedauern, dass sie in Leipzig auf die gewohnte Unterstützung verzichten müssen, zeigen aber Verständnis für die Aktion der Fans.

Quelle: n-tv.de, dsi/sid

Mehr zum Thema