Fußball

Große Fußballnationen zittern vor Quali-Finale Frankreich droht WM-Playoff-Albtraum

imago11696246h.jpg

Die Weltmeisterschaft ohne Europas Fußballer des Jahres Franck Ribéry? Schwer vorstellbar, aber bittere Realität, wenn es schlecht läuft.

(Foto: imago sportfotodienst)

Deutschland hat das Ticket zur Weltmeisterschaft sicher. Doch in anderen Fußballnationen geht vor den letzten Qualifikationsspielen die Angst um. In England liegen alle Zutaten für ein Drama bereit. Frankreich muss sich auf starke Gegner in den Playoffs einstellen.

imago14746007h.jpg

Auch für Cristiano Ronaldo führt der Weg nach Brasilien nur über die Playoffs.

(Foto: imago sportfotodienst)

Fünf Plätze für die Weltmeisterschaft 2014 sind bereits vergeben, noch acht Tickets nach Brasilien offen. Vor dem letzten Spieltag in der Qualifikation am Dienstag liegen einige große Fußballnationen sehr gut im Rennen um die letzten direkten Tickets – einige müssen aber den Umweg über die Playoff-Partien der besten acht Gruppenzweiten gehen.

Da kann es zu unangenehmen Duellen kommen. Frankreich etwa fürchtet sich vor einem Aufeinandertreffen mit Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo. Nach Informationen der Zeitung "L'Equipe" will der französische Verband sogar Protest gegen die FIFA-Rangliste für die Ausscheidungsspiele einreichen.

Die FIFA legt vier vermeintlich stärkere Teams fest, die vier schwächere Teams zugelost bekommen - zu denen gehören wohl auch die Franzosen. Die fühlen sich benachteiligt: Während alle anderen Mannschaften in Sechser-Gruppen zehn Qualifikationsspiele hatten, bestritt Frankreich in der einzigen Fünfer-Gruppe nur acht Partien - und außerdem zwei Test-Länderspiele, für die es weniger Bonuspunkte im FIFA-Ranking gibt.

Engländer fürchten Lewandowski

Dem Stand vor den letzten Qualifikations-Spielen zufolge würde der Weltmeister von 1998 gegen Griechenland, Portugal, Kroatien oder Schweden um ein WM-Ticket kämpfen müssen. In der Gruppe I haben die Franzosen als Zweiter hinter Spanien kaum noch Chancen auf die direkte Qualifikation. Der Welt- und Europameister benötigt nur einen einzigen Punkt aus dem Heimspiel gegen Georgien.

England hat die direkte Qualifikation ebenfalls in eigener Hand. Ein Sieg zuhause reicht, das ist die einfache Arithmetik. Das Problem: Es geht gegen Polen, die zwar schon ausgeschieden sind, aber in Gestalt von Robert Lewandowski gehörigen Respekt einflößen. Die Ukraine liegt einen Punkt hinter England und hat eine ungleich leichtere Aufgabe in San Marino. Genug Potenzial für ein Drama auf der Insel also – ein Remis in Wembley, und schon wären die Playoffs wohl um eine große Fußballnation reicher.

Knappe Entscheidung in Gruppe D

Portugal muss so gut wie sicher in den Playoffs antreten, drei Punkte und sieben Tore Rückstand auf Russland sind zu viel, zumal die Russen in Aserbaidschan antreten, das erst einen Sieg in der Qualifikation einfahren konnte – gegen Nordirland. Überraschungsgast in den Playoffs könnte Island werden. Der Fußball-Zwerg liegt auf Platz zwei in Gruppe E, könnte aber noch von Slowenien verdrängt werden.

Das engste Rennen um einen Platz in der Hoffnungsrunde liefern sich die Türkei, Rumänien und Ungarn in Gruppe D. Die Türkei liegt zwar auf Platz zwei, empfängt allerdings die Niederlande. Rumänien lauert punktgleich und tritt gegen Estland an, während Ungarn mit Andorra zwar die leichteste Aufgabe, aber einen Punkt weniger hat.

Eine kleine Überraschung kündigt sich in Gruppe G an: Bosnien-Herzegowina liegt auf Kurs Direktqualifikation, bei einem Sieg in Litauen ist alles klar. Griechenland weist zwar ebenfalls 22 Punkte auf, allerdings auch satte 19 Tore weniger. Die Playoff-Spiele werden am 21. Oktober im FIFA-Hauptquartier in Zürich ausgelost. Gespielt wird am 15. und am 19. November.

Quelle: n-tv.de, cba/sid

Mehr zum Thema