Ex-Minister rastet komplett ausGabun hebt Suspendierung der Nationalmannschaft wieder auf

Nach dem enttäuschenden Auftritt der gabunischen Fußball-Nationalmannschaft beim Afrika-Cup sorgt der Sportminister mit einem bemerkenswerten Rundumschlag für Aufsehen. Sein Nachfolger vollzieht nun eine radikale Wende.
Knapp zwei Wochen nach der Suspendierung der Fußball-Nationalmannschaft hat die Regierung des afrikanischen Staates Gabun die krassen Maßnahmen wieder aufgehoben. Der neue Sportminister Paul Ulrich Kessany, der das Amt seit Anfang Januar bekleidet, begründete den Schritt mit der "Dringlichkeit der bevorstehenden Termine" und forderte den nationalen Fußballverband auf, "alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen", um einen neuen Trainerstab zu benennen. Am 23. März beginnt die Qualifikation für den Afrika-Cup 2027.
Nach dem sehr enttäuschenden Auftritt der Nationalmannschaft bei der diesjährigen Ausgabe des Turniers hatte der vorherige Sportminister, Simplice-Désiré Mamboula, am Neujahrstag mit einem wilden Rundumschlag für Aufsehen gesorgt. Wegen der "beschämenden Leistung" habe die Regierung beschlossen, "den Trainerstab zu entlassen, die Nationalmannschaft bis auf Weiteres zu suspendieren und die Spieler Bruno Ecuele Manga und Pierre-Emerick Aubameyang aus dem Kader zu nehmen", sagte er im gabunischen Fernsehen. Auch die Suspendierungen der beiden Spieler wurden nun aufgehoben.
Der Auftritt, so schimpfte Mamboula, laufe "den ethischen Werten des Landes und dem Vorbildcharakter zuwider." Videos von der Pressekonferenz kursierten im Internet, wie allerdings unter anderem die französische "L'Equipe" berichtet, wurden die Clips kurz nach der Ausstrahlung zumindest von den offiziellen Plattformen des Ministeriums wieder entfernt.
Gabun war beim Afrika-Cup in Marokko nach drei Niederlagen in der Gruppenphase gescheitert, ein 2:3 gegen die Elfenbeinküste nach einer Zwei-Tore-Führung hatte das Aus am Silvestertag besiegelt. Der ehemalige Dortmund-Profi Aubameyang wurde dafür mitverantwortlich gemacht, der Kapitän war zudem vor dem letzten Gruppenspiel abgereist, da sein Team bereits ausgeschieden und er selbst angeschlagen war. Später hatte sich Aubameyang via X zur Situation geäußert. "Ich glaube, dass die Probleme des Teams viel tiefer liegen", schrieb der Rekordtorschütze, er sei in diesem Zusammenhang nur eine "kleine Person".