Fußball

Videobeweis-Chaos bei Union Galliger BVB überrennt Bayer Leverkusen

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Borussia Dortmund meldet sich nach dem Ausrutscher von Berlin eindrucksvoll zurück.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Borussia Dortmund zieht die richtigen Lehren aus der blamablen Pleite bei Union Berlin: Gegen Bayer Leverkusen setzt die Mannschaft von Lucien Favre am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga ein wuchtiges Statement. Die Hertha aus Berlin spielt zwar gut, verliert aber trotzdem - und ist Letzter!

Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen 4:0 (1:0)

Borussia Dortmund hat die passende Antwort auf den Ausrutscher bei Aufsteiger Union Berlin gegeben. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre besiegte Bayer Leverkusen verdient mit 4:0 (1:0) und setzte sich mit neun Punkten in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga fest. Paco Alcacer (28.), Marco Reus (50., 90.) und Raphael Guerreiro (83.) erzielten die Treffer beim fünften Heimsieg des BVB gegen Leverkusen in Serie. Erst nach gut 20 Minuten kam der zuvor nervöse Vizemeister besser ins Spiel und hätte bei einer Doppelchance in Führung gehen müssen. Kapitän Reus und Julian Brandt im Nachschuss scheiterten aber am glänzend reagierenden Torhüter Lukas Hradecky (24.). Die Werkself zeigte sich beeindruckt. Achraf Hakimi profitierte bei seiner Balleroberung von einem Missverständnis zwischen Karim Bellarabi und Nadiem Amiri und flankte perfekt auf Alcacer. Der Torjäger traf aus kurzer Distanz mit seinem fünften Treffer zur Führung. Die Pausenführung der Schwarz-Gelben war daher trotz eines Ballbesitzes von nur knapp 35 Prozent völlig verdient. Peter Bosz reagierte und brachte Leon Bailey für den schwachen Amiri. Das Offensivspiel der Werkself gewann sofort an Schwung. Bailey verpasste vor dem BVB-Tor nur knapp (48.), Bellarabi vergab nach Traumpass von Havertz frei vor Torhüter Roman Bürki kläglich (49.). Das rächte sich im Gegenzug. Nach Pass von Jadon Sancho erhöhte Reus, ehe Guerreiro alle Restzweifel für den sehr galligen BVB ausräumte - und Reus dann erneut traf.

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:1)

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Alassane Plea war der Matchwinner.

(Foto: dpa)

Borussia Mönchengladbach hat seine Derby-Erfolgsgeschichte fortgeschrieben und das 122. rheinische Duell beim 1. FC Köln mit 1:0 (1:0) gewonnen. Für das Team von Trainer Marco Rose war es der 49. Bundesliga-Sieg gegen den FC. Gegen keinen anderen Klub gewann die Elf vom Niederrhein in der ersten Liga häufiger. Allerdings hätte der zweite Saisonsieg der Borussen höher ausfallen müssen. Nach dem Siegtor von Alassane Plea (14. Minute) vergaben die Gäste eine Vielzahl an Möglichkeiten. Vor allem in der ersten Halbzeit bekamen die 50.000 Zuschauer in der ausverkauften Kölner Arena einen Klassenunterschied zu sehen. Nach vier Spieltagen haben sich die Gladbacher mit nun sieben Punkten vor dem Start der Englischen Wochen mit den Europapokalspielen erst einmal in der Bundesliga-Spitzengruppe festgesetzt. Aufsteiger Köln muss sich hingegen früh nach unten orientieren. Wie immer fand das Derby unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Unmittelbar vor dem Spiel war es nach Polizeiangaben ruhig geblieben. Vor dem Gästebereich hatten Unbekannte allerdings Buttersäure ausgekippt. "Es stinkt", kommentierte ein Polizeisprecher knapp. In der Schlussphase detonierte vor der FC-Fankurve eine Knallbombe.

1. Union Berlin - Werder Bremen 1:2 (1:1)

Trotz erneuter Verwirrung um den Videobeweis hat ein stark ersatzgeschwächtes Werder Bremen Aufsteiger Union Berlin niedergekämpft. Bei den Köpenickern gewannen die Hanseaten ein hitziges Spiel mit 2:1 (1:1) und beendeten damit den Berliner Höhenflug der Berliner, die vor der Länderspiel-Pause Vizemeister Borussia Dortmund geschlagen hatten. Nach einem Fehlstart in die Liga war es für die Bremer der zweite Erfolg in Serie. Niclas Füllkrug (55.) erzielte den Siegtreffer, davor war Videoassistent Bastian Dankert zum Hauptdarsteller avanciert. Er gab gemeinsam mit Schiedsrichter Tobias Welz früh zwei Elfmeter, ließ sich mit der Entscheidung jedoch teils minutenlang Zeit. Erst verwandelte Bremens Davy Klaassen (5.) einen Foulelfmeter, bevor Union-Stürmer Sebastian Andersson (14.) einen Strafstoß nach Handspiel einnetzte.  Auch unmittelbar vor dem Füllkrug-Tor gaben Dankert und Welz einen Foulelfmeter, den Union-Keeper Rafal Gikiewicz (55.) parierte. Berlins Verteidiger Neven Subotic (89.) und Bremens Mittelfeldspieler Nuri Sahin (90.+1) sahen in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte.

FC Augsburg - Eintracht Frankfurt 2:1 (2:0)

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Sein Anschlusstor kam zu spät.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Eintracht Frankfurt hat fünf Tage vor dem Start in die Europa League einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter verlor beim FC Augsburg mit 1:2 (0:2). Während dem bisher noch sieglosen FCA der erhoffte Befreiungsschlag gelang, leistete sich die Eintracht vor ihrem mit Spannung erwarteten Europa-Auftakt am Donnerstag gegen den FC Arsenal die zweite Saisonniederlage. Marco Richter erzielte in der 35. Minute das 1:0 für den FCA. Die Führung der Gastgeber war zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft. Kurz vor der Pause legte Florian Niederlechner mit einem sehenswerten Schuss sogar noch nach (43.). Lange Zeit fanden die Gäste keine Lücke, ehe Goncalo Paciencia (73.) das Anschlusstor gelang.

FSV Mainz 05 - Hertha BSC 2:1 (1:0)

Der FSV Mainz 05 hat das Kellerduell gewonnen und Hertha BSC endgültig in die Krise gestürzt. Die zuvor punktlosen Mainzer setzten sich am 4. Spieltag 2:1 (1:0) gegen die Berliner durch. Robin Quaison (40.) und Jerry St. Juste (88.) ließen die Gastgeber jubeln. Zwischenzeitlich hatte Marko Grujic (83.) für die Berliner ausgeglichen. Die Hertha bleibt mit lediglich einem Punkt auf dem Konto ganz unten in der Tabelle. So schlecht nach vier Partien waren die Hauptstädter zuletzt vor 40 Jahren.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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