Fußball

BVB-Fans mit Zerstörungswut in Lwiw? Kapitän Kehl droht längere Pause

Borussia Dortmund hat den kuriosen Europa-League-Erfolg bei Karpaty Lwiw mit dem Ausfall von Kapitän Sebastian Kehl bezahlt, obwohl der gar nicht mitgespielt hat. Die BVB-Fans sehen sich derweil dem Vorwurf ausgesetzt, die Krawalle in der Ukraine angestachelt zu haben.

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(Foto: dpa)

Kapitän Sebastian Kehl vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund droht eine längere Verletzungspause. Die Blessur, die sich der 30-Jährige beim Aufwärmen vor dem turbulenten Auftaktspiel der Europa League beim ukrainischen Vertreter Karpaty Lwiw (4:3) zugezogen hat, stellte sich nach einer ersten Untersuchung als Muskelverletzung im Hüftbeuger heraus. Das Malheur passierte bei einem Torschuss.

"Ich habe kein gutes Gefühl. Es hat sich gleich schlecht angefühlt. Es ist eine Verletzung im Hüftbeuger. Ich denke, dass das Derby am Wochenende für mich nicht realistisch ist und stelle mich darauf ein, etwas länger auszufallen. Die Verletzung ist frustrierend. Wir müssen jetzt abwarten, wie weit sie mich zurückwirft", sagte Kehl im Vorfeld des Revierderbys am Sonntag (17. 30 Uhr/Sky und Liga total! live) bei Schalke 04.

"Zerstörungswut der Gäste"

Unterdessen wurde in der Ukraine nach den Ausschreitungen am Rande des Europa-League-Spiels Kritik an den BVB-Fans laut. Die angereisten Dortmunder hätten sich nach der Partie mit den Fans von Lwiw sowie der Polizei Straßenkämpfe geliefert, berichteten ukrainische Medien.

Stunden vor dem Spie hätten die Deutschen die gegnerischen Anhänger in der historischen Altstadt von Lwiw (Lemberg) provoziert und in einem Café mit Vasen und Gläsern geworfen. "Woher die Zerstörungswut der Gäste kam, kann sich hier keiner erklären", hieß es. Nach Dortmunder Angaben hatten hingegen etwa 1000 Anhänger von Lwiw vor dem Spiel am Vorabend 300 BVB-Fans attackiert. Dabei seien zwei Dortmunder leicht verletzt worden.

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(Foto: dpa)

Lwiw (Lemberg) ist als Spielort der Europameisterschaft 2012 vorgesehen. Die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) geforderten Sicherheitsstandards würden erfüllt, teilte ein Sprecher des für die EM verantwortlichen Vize-Regierungschefs Boris Kolesnikow mit. Einzelheiten nannte er nicht.

Quelle: ntv.de, cwo/sid