Fußball

Gastgeber sucht Wettkampfpraxis Katar nimmt an WM-Quali in Europa teil

imago0049535398h.jpg

Die WM 2022 findet in Katar statt, der Gastgeber spielt trotzdem in der Qualifikation, und zwar in Europa.

(Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Der Gastgeber einer Fußball-Weltmeisterschaft ist automatisch für das Turnier qualifiziert. Allerdings nimmt Katar trotzdem an der WM-Qualifikation teil - und zwar in der des europäischen Kontinentalverbandes. Die Uefa lädt das Emirat formal ein, das Wettkampfpraxis sammeln soll.

Gastgeber Katar nimmt an der europäischen Qualifikation zur WM 2022 teil. Das sei das Ergebnis von Verhandlungen zwischen der Europäischen Fußball-Union Uefa und dem asiatischen Kontinentalverband AFC, schrieb zunächst die britische Internetzeitung "The Independent". Die Nationalmannschaft des Emirats soll so Wettkampfpraxis für die Endrunde im eigenen Land (21. November bis 18. Dezember) sammeln. Die Uefa bestätigte kurz darauf die Pläne und sprach dem Emirat formal eine offizielle Einladung aus.

Katar wird seine Heimspiele alle in Europa austragen, gewertet werden die Partien nicht. Das Emirat wird in die Gruppe A mit Europameister Portugal, Serbien, Irland, Luxemburg, und Aserbaidschan einsortiert. Das erste Gastspiel bestreitet der Asienmeister am 24. März gegen Luxemburg. Ort und Anstoßzeit stehen noch nicht fest. Anders als beispielsweise die deutsche Gruppe J mit sechs Teams hätte in der Fünfergruppe A immer eine Nation pro Spieltag freigehabt. Pläne, dass Katar auf dem Weg zur eigenen WM an Qualifikationsrunden teilnimmt, sind nicht neu. Ursprünglich war es dabei aber um die Ausscheidungsspiele in Asien gegangen.

Dass ein Turnier-Gastgeber durch die Teilnahme an der Qualifikationsrunde Spielpraxis sammeln kann, ist nicht neu. So hatte beispielsweise auch Frankreich vor der EM 2016 in einer Qualifikationsgruppe außer Konkurrenz teilgenommen.

DFB-Elf startet gegen Island

Die deutsche Nationalmannschaft trifft in der Qualifikation in der Gruppe J auf Rumänien, EM-Viertelfinalist Island, Nordmazedonien, Armenien und Liechtenstein, wie die Auslosung am Montagabend in Zürich ergeben hatte. Die DFB-Elf startet mit dem WM-Qualifikationsspiel gegen Island in das EM-Jahr 2021. Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw spielt am 25. März gegen den EM-Viertelfinalisten, wie aus dem Spielplan der Uefa hervorgeht. Es folgen die Partien in Rumänien am 28. März und gegen Nordmazedonien am 31. März.

Nach der EM (11. Juni bis 11. Juli 2021) folgen das Spiel in Liechtenstein am 2. September und die Partie gegen Armenien drei Tage später. Mit dem Spiel am 8. September auf Island starten die Rückspiele: am 8. Oktober gegen Rumänien, drei Tage später in Nordmazedonien, am 11. November gegen Liechtenstein und zum Abschluss am 14. November in Armenien. Mit Ausnahme dieser Partie, die bereits um 18.00 Uhr beginnt, werden alle deutschen Spiele um 20.45 Uhr angepfiffen. Nur die zehn Gruppensieger lösen direkt ihr WM-Ticket, die Gruppenzweiten müssen in die Playoffs.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa