Fußball

Verein schaltet Sportgericht ein Kruse kündigt seinen Vertrag bei Fenerbahce

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Kruses Zeit in Istanbul scheint nach 20 Spielen schon wieder vorbei zu sein.

(Foto: imago images/Seskim Photo)

Den Restart der Süper Lig verpasst Max Kruse verletzt, eine Rückkehr bei Fenerbahce scheint ausgeschlossen. Denn der 32-Jährige kündigt seinen Vertrag beim türkischen Fußball-Erstligisten. Der Streit soll sich um Gehaltszahlungen drehen, doch der Klub weist das zurück.

Max Kruse hat seinen Vertrag bei Fenerbahce Istanbul aufgelöst. Wie der türkische Fußballklub mitteilte, habe der 32-Jährige ihn darüber unterrichtet, sein Arbeitspapier einseitig zu kündigen. Einen Grund nennt die Mitteilung nicht. Es soll allerdings um ausstehende Zahlungen gehen. Fenerbahce erklärte, "keine Schulden" gegenüber Kruse zu haben, der im Sommer 2019 von Bundesligist Werder Bremen an den Bosporus gewechselt war.

Dieser Vorgang sei "unfair und unbegründet", teilte der Klub mit. Fenerbahce werde die Angelegenheit daher an die Sportgerichte übergeben, um die Interessen des Klubs zu wahren. Kruse selbst äußerte sich im Gegensatz zu seinem Arbeitgeber nicht. Wie der 19-fache türkische Meister schreibt, habe es vor den Einschnitten im Zuge der Corona-Pandemie keinen Zahlungsverzug gegeben.

Bezüglich der Zahlungen in Zeiten der Krise habe Kruse auf Kontaktversuche nicht geantwortet. Medienberichten zufolge habe Vereinspräsident Ali Koc mit den Profis über einen Gehaltsverzicht von 15 Prozent verhandelt. Wie Radio Bremen berichtet, sollten die Spieler, die diesem Verzicht zustimmen, "die Hälfte ihrer Zahlungen aus den Monaten März, April und Mai" erhalten. Wer sich weigere, heißt es weiter, dürfe laut Koc zum Weltverband Fifa gehen und sich dort beschweren.

Kruse ist bei Fenerbahce, das seit 2014 auf eine Meisterschaft wartet, nicht unumstritten. Der im Sommer als künftiger Star präsentierte Offensivspieler kämpfte immer mit kleineren Verletzungen, verpasste den Restart der türkischen Süper Lig am vergangenen Wochenende mit Sprunggelenksproblemen. Zwar erzielte der ehemalige deutsche Nationalspieler in 20 Ligaspielen sieben Tore und bereitete sieben Treffer vor, dennoch droht Fenerbahce als aktuell Siebter die schlechteste Endplatzierung seit mehr als 30 Jahren.

Anfang der Woche wurde Kruse zudem ins Krankenhaus eingeliefert, der Blinddarm wurde entfernt. Im Klub-TV erklärte Präsident Koc Radio Bremen zufolge: "Zurzeit macht er in gesundheitlicher Hinsicht eine unglückliche Zeit durch."

Quelle: ntv.de, tsi