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"Entscheidung für mich selbst" Kruse rechtfertigt Fenerbahce-Wechsel

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Geht ab jetzt in der Türkei auf Torejagd: Max Kruse traf eine "Entscheidung für sich selbst".

(Foto: imago images / Seskim Photo)

Sein Wechsel nach Istanbul sei "keine Entscheidung gegen Werder", sagt Max Kruse in einem Interview. Auch wenn Fenerbahce nächstes Jahr nicht europäisch spielt, ist sich der Torjäger sicher, bald mit dem Verein international anzutreten. Das Geld habe bei dem Wechsel keine große Rolle gespielt.

Ex-Nationalspieler Max Kruse hat erstmals seinen überraschenden Wechsel zu Fenerbahce Istanbul öffentlich verteidigt. "Bremen zu verlassen war keine Entscheidung gegen Werder, sondern eine Entscheidung für mich selbst. Ich möchte einfach meinen Horizont erweitern und versuchen, mich in einem anderen Land zu beweisen", sagte der 31-Jährige im "kicker"-Interview.

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Nach drei Jahren beim Bundesliga-Achten hatte der Torjäger seinen auslaufenden Vertrag bei den Hanseaten nicht mehr verlängert. Kruse bestritt, dass das Geld bei seinem Wechsel in die Türkei ausschlaggebend gewesen sei: "Wirtschaftliche Dinge spielen bei jedem Menschen eine Rolle. Aber wenn es nur darum gegangen wäre, dann wäre ich jetzt im Reich der Mitte." In China hätte Werders Ex-Kapitän wohl das Vielfache verdient.

Vor dem Wechsel hatte Kruse mehrfach geäußert, in der kommenden Spielzeit international spielen zu wollen. Sein neuer Arbeitgeber ist in der nächsten Saison aber für keinen europäischen Wettbewerb qualifiziert. "Für mich muss mehr stimmen als die Gegenwart", glaubt der ehemalige Grün-Weiße dennoch an eine positive sportliche Entwicklung beim 19-maligen türkischen Meister: "Ich bin mir sicher, mit Fenerbahce noch einige internationale Spiele bestreiten zu dürfen in den nächsten Jahren." Seiner Aussage nach hätte er auch die Möglichkeit gehabt, bei einem Team zu unterschreiben, das kommende Saison europäisch spielt. Kruses Kontrakt beim Istanbuler Verein ist bis zum 30. Juni 2022 datiert.

"Nicht der einzige Profi, der Nutella isst"

Über sich selbst sagt der Torjäger, dass er einer sei, "der auch gerne mal was sagt". Ein "Typ", als der er immer wieder bezeichnet wird, habe seiner Meinung nach "Ausstrahlung, Authentizität, auch die Akzeptanz in der Gruppe". Ob er aber der letzte seiner Art sei, wolle er lieber andere beurteilen lassen. "Ich bin, wie ich bin. Ich muss mich mit mir selbst abfinden und mit mir selbst zufrieden sein."

Auch bezüglich seiner von diversen Medien immer wieder hervorgekramten Nutella-Liebe äußert der Ex-Bremer sich im Interview. Er esse ja kein ganzes Glas, so Kruse, und "ich glaube, ich bin nicht der einzige Profisportler, der Nutella isst". Auf Alkohol verzichte Kruse nach eigenen Angaben dafür absolut. Sei Vater habe ihm schon früh geraten: "Lass Alkohol und Rauchen weg, wenn du Profi werden willst. Zum Glück hatte ich auch nie das Verlangen danach."

Quelle: n-tv.de, dbe/sid

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