Sport
Fühlt sich wie der letzte Depp: Bruno Labbadia.
Fühlt sich wie der letzte Depp: Bruno Labbadia.(Foto: dpa)
Montag, 08. Oktober 2012

"Trainer sind nicht die Mülleimer": Labbadia geht der Hut hoch

Hier kommt der Autor hin

Vier Heimspiele, kein Sieg, Platz 15 in der Bundesliga-Tabelle - nach dem 2:2 des VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen platzt Trainer Bruno Labbadia der Kragen und hält eine Wutrede, wie es Giovanni Trapattoni nicht hätte besser machen können: "Am Arsch geleckt! Das Fass ist absolut voll."

Da werden Erinnerungen an Giovanni Trapattoni wach: Mit hochrotem Kopf hat sich Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia nach der verpassten Wende vor der versammelten Presse zu einer Wutrede hinreißen lassen.

"Ich kann gewisse Dinge nicht akzeptieren, wenn der Trainer wie der letzte Depp dargestellt wird, als hätte er gar keine Ahnung", sagte Labbadia zu den Pfiffen bei der Auswechslung von Youngster Raphael Holzhauser: "Die Zuschauer sind aufgewiegelt durch absolute Unwahrheiten. Holzhauser wäre nicht mehr beim VfB, wenn ich nicht mein Veto eingelegt hätte. Die Trainer sind nicht die Mülleimer von allen."

Einige Fans hatten während der Partie "Bruno raus" gerufen, als er den stark spielenden Österreicher Raphael Holzhauser in der 77. Minute auswechselte. Der 19-Jährige habe bereits in der Halbzeit signalisiert, dass er angeschlagen sei, sagte Labbadia in der Pressekonferenz und wetterte in einem Rundumschlag gegen alle und griff mit klaren Worten das Umfeld an. Er wundere sich nicht, sagte Labbadia weiter, dass es beim VfB "alle paar Monate" einen neuen Trainer gebe: "Als normaler Bundesliga-Trainer muss man sich die Frage stellen: Gehe ich einen schweren Weg mit? Oder sage ich: Am Arsch geleckt! Das Fass ist absolut voll."

Damit beendete Labbadia die Pressekonferenz. Sportdirektor Fredi Bobic stärkte seinem Trainer den Rücken: "Er hat ein gutes Recht, das genau so zu sagen."

Bilderserie

Quelle: n-tv.de