Fußball

Bericht über eskalierten Streit Lehmann steigt Nachbar mit Kettensäge aufs Dach

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Auf gute Nachbarschaft?

(Foto: imago/Eibner)

Am Starnberger See scheint sich Jens Lehmann wohlzufühlen, wohnt immerhin schon rund 15 Jahre dort. Mit der Nachbarschaft scheint der ehemalige Torhüter allerdings im Streit zu liegen. Einem Bericht zufolge so sehr, dass Lehmann eigenmächtig mit der Kettensäge losgezogen ist.

Jens Lehmann als streitbaren Zeitgenossen zu bezeichnen, ist vermutlich keine Untertreibung. Aus Wut über seine vorzeitige Auswechslung beim FC Schalke 04 fährt er einst noch während des Spiels mit der S-Bahn nach Hause, beim VfB Stuttgart zieht er einem Fan während eines Streits die Brille von der Nase, im vergangenen Jahr beleidigt er den ehemaligen deutschen Nationalspieler Dennis Aogo rassistisch und fliegt trotz öffentlicher Bitte um Entschuldigung bei Hertha BSC aus dem Aufsichtsrat. Was nun aber die "Bild" berichtet, klingt nach einer neuen Eskalationsstufe.

Demnach ist Lehmann mit einem Bauprojekt seines Nachbarn am Starnberger See so unzufrieden, dass er zu drastischen Mitteln greift und einen Polizeieinsatz auslöst. Weil die neue Garage des Nachbarn seinen geschätzten Blick aufs Wasser versperren soll, greift der 52-Jährige laut "Bild" zur Kettensäge und steigt aufs Dach des Rohbaus. Einige Dachbalken seien zerstört worden, heißt es weiter - und offenbar versucht der 61-fache deutsche Auswahlspieler dabei auch, Spuren zu verwischen.

Das Boulevardblatt schreibt, Lehmann soll zuvor die Kabel der Überwachungskamera durchtrennt haben. Mutmaßlich in der Hoffnung, deren Aufnahme zu stoppen und unerkannt bleiben zu können. Allerdings läuft die Kamera laut "Bild" dennoch weiter, mit Batterie, und schickt dem Garagenbesitzer demnach recht eindeutige Bilder. Darauf zu erkennen soll Lehmann sein, der mit der Säge auf dem Grundstück unterwegs ist und aktiv wird. Der Nachbar habe dann angesichts dieses besorgniserregenden Anblicks die Polizei gerufen, die dann bei Lehmann vor der Tür gestanden und die Ermittlungen aufgenommen habe.

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Wie die "Bild"-Zeitung weiter schreibt, befinden sich Lehmann und sein Nachbar in der noblen Wohngegend südwestlich von München schon länger im Streit. Der frühere Torhüter, in seiner Karriere neben den Bundesligisten Schalke, Dortmund und Stuttgart auch in England beim FC Arsenal und sogar kurz mal beim AC Mailand aktiv, wohnt demzufolge seit rund 15 Jahren in Ufernähe, flog von dort einst regelmäßig mit dem Helikopter zum Training beim VfB. In seinen Augen soll die Garage zu groß sein und rund anderthalb Meter auf sein eigenes Grundstück ragen.

Als "brisant" bezeichnet die Zeitung es außerdem, dass laut Polizei in den vergangenen beiden Jahren insgesamt drei weitere Sachbeschädigungen "an derselben Garage" aufgetreten sein, deren Schaden mehr als 10.000 Euro betragen haben soll. Lehmann derweil habe seinen Nachbarn laut "Bild" wegen Sachbeschädigung und Nötigung angezeigt. Was alles in allem nach einem Verhältnis klingt, das auch künftig noch Ermittlungsbehörden und Gerichte beschäftigen dürfte.

Quelle: ntv.de, tsi

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