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Teldafax-Insolvenz richtig teuer Leverkusen muss Millionen zurückzahlen

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Stefan Kießling und Bayer Leverkusen werden ihren früheren Trikotsponsor in unguter Erinnerung behalten.

(Foto: imago sportfotodienst)

Um sich wieder ganz "aufs Fußballspielen" konzentrieren zu können, beendet Bayer Leverkusen den mehrjährigen Rechtsstreit mit seinem früheren Hauptsponsor Teldafax. Dafür muss der Bundesligist allerdings tief in die Tasche greifen.

Bayer Leverkusen hat einem Vergleichsvorschlag des Oberlandesgerichtes Köln zugestimmt und wird rund 13 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter seines ehemaligen Hauptsponsors Teldafax zurückzahlen. Das teilte der Fußball-Bundesligist auf seiner Internetseite mit. Damit sei ein mehrjähriger Rechtsstreit mit dem Insolvenzverwalter der Teldafax-Gesellschaften beendet.

"Wir haben uns zur Annahme des Vergleichs entschlossen, um das nunmehr bereits seit mehreren Jahren laufende Verfahren zu beenden", sagte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade. Eine Weiterführung des Rechtsstreits hätte aller Voraussicht nach noch mehrere Jahre gedauert. "In der Zwischenzeit wären Kosten und Zinsen weiter angestiegen. Anstatt nun weiter zu prozessieren, wollen wir uns auf unser Kerngeschäft, nämlich das Fußballspielen, konzentrieren", erklärte Schade weiter.

Teldafax war von August 2007 bis Juni 2011 Trikotsponsor des Bundesligisten. Im September 2011 hatte das Amtsgericht Bonn das Insolvenzverfahren über den Billigstromanbieter eröffnet. In einer ersten Entscheidung im Oktober 2014 hatte das Landgericht Köln Forderungen des Insolvenzverwalters bestätigt, wonach Bayer zu Unrecht kassierte Sponsorengelder in Höhe von etwa 16 Millionen Euro zurückzahlen muss. Zum damaligen Zeitpunkt sei die Teldafax-Insolvenz bereits absehbar gewesen, hieß es zur Begründung.

Gegen das Urteil hatte Leverkusen Berufung vor dem Oberlandesgericht Köln eingelegt, das nun einen Vergleich vorschlug: Dieser sieht vor, dass der Fußball-Club anstelle der ursprünglich geforderten 16 knapp elf Millionen Euro plus Zinsen zurückzahlen muss.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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