Fußball

Bremen trennt sich von Ikone Mit Werders Abstieg endet auch Schaaf-Ära

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Auch Thomas Schaaf konnte den Abstieg nicht abwenden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Werder Bremen muss nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga sparen. Aus "wirtschaflichen Gründen" wird der Vertrag mit dem Technischen Direktor Thomas Schaaf nicht verlängert. Damit endet eine große Ära beim einstigen deutschen Meister und Europapokalsieger.

Er ist eine Ikone bei Werder Bremen - jetzt endet seine Ära an der Weser: Thomas Schaaf und Werder Bremen gehen getrennte Wege. Der am 30. Juni auslaufende Dreijahresvertrag als Technischer Direktor beim Bundesliga-Absteiger wird nicht verlängert. "Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der notwendigen Einsparungen auch im Personalbereich konnten wir Thomas Schaaf leider kein Angebot unterbreiten. Wir haben uns gemeinsam darauf verständigt, jetzt eine Entscheidung zu treffen", sagte Geschäftsführer Frank Baumann. Zuerst hatte die "Deichstube" darüber berichtet.

"Thomas hat in den letzten 40 Jahren als Spieler, Trainer und zuletzt als Technischer Direktor Herausragendes für Werder geleistet, wofür ihm die Werder-Familie für immer dankbar sein wird", betonte Baumann. In den zurückliegenden drei Jahren habe er "die Trainerausbildung verbessert, die Ausbildungsqualität im Leistungszentrum erhöht und auch eine höhere Durchlässigkeit in den Profibereich geschaffen". Nun sollen Thomas Wolter und Björn Schierenbeck vom Nachwuchsleistungszentrum Schaafs Aufgaben übernehmen.

"Unglaublich große Verdienste für den Verein"

Schaafs Werder-Engagement endete mit einem Misserfolg. Nach der Trennung von Cheftrainer Florian Kohfeldt hatte der 60-Jährige am letzten Spieltag der unlängst beendeten Saison versucht, Werders drohenden Abstieg in die 2. Bundesliga zu verhindern. Die Rettungsaktion in letzter Sekunde scheiterte. Werder muss wegen der geringeren finanziellen Einnahmen in der nächsten Saison sparen. Zuvor hatte bereits Chefanalyst Mario Baric den Verein verlassen.

Zweimal ging das Werder-Urgestein fremd: 2014/15 war er als Trainer von Eintracht Frankfurt aktiv, in der Saison 2015/16 betreute er für zehn Spiele Hannover 96. Ob der Erfolgscoach sich nochmals auf den Trainerstuhl setzen will, ist ungewiss.

Schaaf nimmt zum zweiten Mal Abschied von seinem Verein. 2013 endete seine 14-jährige Arbeit als Cheftrainer der Bremer. In dieser Phase hatte er Werder zum Meistertitel (2004) geführt und dreimal den DFB-Pokal (1999, 2004, 2009) gewonnen. Seinen Ruf hatte er jedoch als Profi bei den Grün-Weißen begründet. Zwischen 1980 und 1995 war er in 380 Pflichtspielen für Werder aktiv und hatte dabei zwei deutsche Meistertitel (1988, 1993) und zweimal den DFB-Pokal (1991, 1994) erobert. Krönung war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1992.

"Thomas Schaaf hat unglaublich große Verdienste für den Verein erworben und hat auch in der Rolle als Technischer Direktor in den letzten drei Jahren wichtige Impulse setzen können: Er hat die Trainerausbildung verbessert, die Ausbildungsqualität im Leistungszentrum erhöht und auch eine höhere Durchlässigkeit in den Profibereich geschaffen", sagte Baumann.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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