Fußball

VIP-Loge als Luxusknast Mourinho fällt stets was ein

José Mourinho, Real Madrids Trainer, sitzt heute in der Loge, wenn seine Mannschaft versucht, im Halbfinale der Champions League in Barcelona den Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen. Nicht wenige glauben, dass es ihm dennoch gelingt, Kontakt mit den Spielern aufzunehmen.

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"Mir fällt in jeder Situation etwas ein": José Mourinho.

(Foto: REUTERS)

Loge statt Reservebank, geschliffene Gläser statt Trinkflasche aus Plastik - und doch fühlte sich Real Madrids Trainer Jose Mourinho höchst unwohl im feinen Ambiente. Denn der VIP-Bereich im Estadio Camp Nou war für den Starcoach nichts anderes als ein Luxusgefängnis. Der Portugiese darf heute Abend den vierten Clasico gegen den FC Barcelona in diesem Jahr nicht vom Spielfeldrand aus verfolgen.

Und vor allem - zumindest offiziell - seiner Mannschaft nicht helfen, die das Halbfinal-Hinspiel der Champions League in der vergangenen Woche vor eigenem Publikum gegen die Katalanen mit 0:2 verloren hatte. Bei dieser Schmach im Bernabeu-Stadion hatte sich der Portugiese derart echauffiert, dass ihn der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark auf die Tribüne verwies. Was folgte, war die Sperre durch die Europäische Fußball-Union.

Mourinho hat schon fast traditionell ein höchst angespanntes Verhältnis zur Gilde der Referees. In seiner Zeit beim FC Chelsea hatte er den Schweden Anders Frisk der Bestechlichkeit bezichtigt, damals schickte ihn die Uefa für zwei Spiele auf die Tribüne. Der Welttrainer 2010 nutzte seinerzeit die Partien gegen Bayern München, seine Findigkeit zu beweisen und die Kontaktsperre zu umgehen. Obwohl vermeintlich unter ständiger Beobachtung, gelang es Mourinho, sich in die Kabine seines Teams zu schmuggeln und später per Funk und mit diversen Zetteln zu coachen. Zugegeben hat er es nie, Jahre später jedoch indirekt bestätigt: "Mir fällt in jeder Situation etwas ein." Vielleicht auch heute Abend.

Quelle: ntv.de, sid

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