Fußball

Stendel bleibt - vorerst Neuer 96-Manager setzt Trainer Gnadenfrist

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Horst Heldt (M.) ist der neue Manager von Hannover 96 und arbeitet fortan mit Aufsichtsrats-Chef Gerhard Schröder (l.) sowie Clubchef Martin Kind zusammen.

(Foto: dpa)

Der Neue legt fest, dass der Alte vorerst bleiben darf: Neu-Manager Horst Heldt setzt zumindest am kommenden Spieltag auf Trainer Daniel Stendel. Doch dessen Stuhl ist arg gefährdet - weil auch das Saisonziel in Gefahr ist.

Trainer Daniel Stendel vom Fußball-Zweitligisten Hannover 96 bleibt zumindest vorerst im Amt. Dies bestätigte der neue 96-Manager Horst Heldt bei seiner Vorstellung. "Unser Coach wird definitiv am Samstag gegen 1860 München auf der Bank sitzen", sagte der Ex-Nationalspieler, schloss aber personelle Konsequenzen für die nähere Zukunft nicht aus.

Denn: "Über allem steht das gemeinsame Ziel Wiederaufstieg", sagten Heldt und Clubchef Martin Kind unisono. Stendel genießt also nur noch eine Gnadenfrist. "Ich werde nicht den Elfmeter reinmachen und auch keinen Eckball schießen. Aber in der Woche kann man viel Einfluss nehmen", sagte Heldt. "Ich mische mich schon gerne ein und mache einen Trainer verrückt." Worte, die Stendel deutlich machen dürften, dass seine Zeit bald abgelaufen sein könnte.

Das bestätigte auch Kind: "Wir werden jetzt eine umfassende Analyse vornehmen. Wenn wir dann zu dem Entschluss kommen, dass weitere Entscheidungen notwendig wären, würden wir die auch treffen."

Vertrag bis 2020

Als möglicher Kandidat für einen Trainerwechsel gilt André Schubert. Der 45-Jährige war bis zu seiner Entlassung im Dezember Trainer von Borussia Mönchengladbach. Spekuliert wird auch über André Breitenreiter, mit dem Heldt bereits in Gelsenkirchen zusammengearbeitet hatte.

Der Bundesliga-Absteiger Hannover war nach einer 0:2-Niederlage am vergangenen Wochenende beim Karlsruher SC auf den dritten Platz zurückgefallen und muss um die sofortige Rückkehr in Liga eins bangen. Neben Martin Bader musste auch der Sportliche Leiter Christian Möckel seinen Posten räumen. Horst Heldt ersetzt beide in Personalunion.

Wie 96-Präsident Martin Kind präzisierte, unterschrieb der 47-Jährige Heldt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020: "Horst Heldt bringt einen Haufen Erfahrung mit und ist der richtige Mann für eine Neuausrichtung."

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid