Nübel in München ohne ZukunftNationaltorwart hat beim FC Bayern offenbar keinen Platz

Noch immer steht nicht fest, ob Manuel Neuer beim FC Bayern noch eine Saison dranhängt oder seine Karriere im Sommer beendet. Was sich dagegen abzeichnet: Nationaltorwart Alexander Nübel spielt in München wohl weiterhin keine Rolle.
Alexander Nübel hat beim FC Bayern offenbar auch künftig keinen Platz im Tor. Wie der "Kicker" berichtet, loten die Verantwortlichen an der Säbener Straße zurzeit mehrere Optionen aus, wie die Zukunft auf der Torwart-Position sowohl mit als auch ohne Manuel Neuer aussehen könnte. Nübel, von den Münchnern noch bis Saisonende an den VfB Stuttgart ausgeliehen, soll in den Plänen der Bayern-Bosse eher keine Rolle spielen.
Dem Fachmagazin zufolge überlegen die Bayern vielmehr, Nübels bis 2023 laufenden Vertrag aufzulösen. Dieses Szenario werde an der Geschäftsstelle "vereinzelt" schon in Betracht gezogen - es hat aber einen Haken. Will der FC Bayern den Vertrag tatsächlich auflösen, wird laut "Kicker" eine "Art Abfindung" fällig und zwar "eine ordentliche zweistellige Millionen-Euro-Summe". Viel hänge davon ab, ob Neuer auch kommende Saison im Tor der Münchner steht oder die Handschuhe an den Nagel hängt.
Sollte der 40-Jährige seine Karriere beenden, wäre Nationaltorwart Nübel eigentlich eine logische Wahl. Der 30-Jährige ist im besten Torwart-Alter und hat ohnehin einen Vertrag bei Bayern. Bisher stand Neuers Status als unangefochtener Platzhirsch einem Engagement Nübels bei seinem Stammverein immer im Weg. Sollte Neuer aufhören, wäre Nübel laut "Kicker" auch zu einem sportlichen Konkurrenzkampf mit Jonas Urbig um die Nachfolge der Klub-Legende bereit. Aus sportlicher Sicht nachvollziehbar - und auch aus finanzieller. Beim FC Bayern soll Nübel ein zweistelliges Millionen-Gehalt kassieren. Fraglich, ob er andernorts ähnlich gut entlohnt würde. Von Nübels Salär sollen die Bayern Medienberichten zufolge derzeit 60 bis 70 Prozent zahlen, den Rest trägt der VfB Stuttgart.
Urbig hat beim FC Bayern wohl die besseren Karten
Wie die Münchner "Abendzeitung" berichtete, gab es in letzter Zeit zwischen den Verantwortlichen der Bayern und Nübel kaum Kontakt. Ausnahme: Torwarttrainer Michael Rechner. Trifft dies zu, kann das als Indiz gewertet werden, dass man an der Säbener Straße nicht auf die derzeitige Nummer zwei der Nationalmannschaft setzt, sondern auf den 22-jährigen Urbig, der im Verein "hoch angesehen ist" (so der "Kicker"). Dass Nübel über den Sommer hinaus in Stuttgart bleibt, gilt angesichts seines üppigen Gehalts als unwahrscheinlich. Der VfB soll intern schon mit Eigengewächs Dennis Seimen planen, heißt es.
Rund um den FC Bayern und die ungeklärte Zukunft Neuers machten zuletzt auch Spekulationen die Runde, die Münchner könnten im Sommer Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim holen. Als Nummer zwei hinter Urbig wohlgemerkt. Nach Informationen des "Kicker" ist dieser Wechsel für den voraussichtlichen WM-Torwart der Nationalmannschaft aber "verständlicherweise keine Option".