Fußball

Vater von Freiburg-Star im Fokus Petersen weist Manipulationsvorwurf zurück

imago32675237h.jpg

Vater Petersen trainiert inzwischen Germania Halberstadt.

(Foto: imago/Steffen Beyer)

Der Vater von Freiburgs Stürmer Nils Petersen sieht sich als Ziel einer Schmutzkampagne. Er weist jeglichen Verdacht der Spielmanipulation in der Regionalliga zurück. Der Fußballtrainer reagiert damit auf Vorwürfe, die zwei ehemalige Spieler gegen ihn erhoben haben.

Der Vater des zweimaligen Fußball-Nationalspielers Nils Petersen steht im Mittelpunkt von Ermittlungen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) wegen einer möglichen Spielmanipulation bei der Regionalliga-Partie zwischen dem SV Babelsberg 03 und Germania Halberstadt (3:1). Wie die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" berichten, wenden sich die Vorwürfe gegen Halberstadts Sportdirektor und ehemaligen Trainer Andreas Petersen.

Dieser räumte gegenüber der Zeitung den Kontakt zu zwei seiner ehemaligen Spieler, die nun in Babelsberg aktiv sind, ein. Allerdings: "Das ist ein Riesen-Blödsinn und an den Haaren herbeigezogen", sagte Petersen. Die beiden ehemaligen Halberstadt-Spieler würden jetzt eine Geschichte konstruieren, "weil sie bei mir als damaliger Trainer nicht oder nur wenig gespielt haben", sagte Petersen. Dass er sie direkt vor dem Spiel kontaktiere, sei im Geschäft üblich. "Man will den Gegner etwas locken, etwas verunsichern. Ein Jux." Heute sagte Petersen im MDR: "Ich war 31 Jahre im Fußballgeschäft sauber und werde immer sauber bleiben. Ich werde mit einem Anwalt gegen die Schmutzkampagne des SV Babelsberg vorgehen."

Spielbeobachter vor Ort

Stephan Oberholz bestätigte als Vorsitzender des NOFV-Sportgerichts, dass er vom Präsidium den Auftrag erhalten habe, Ermittlungen in die Wege zu leiten. Es gebe den Anfangsverdacht einer unerlaubten Spielbeeinflussung. Beim Verband sei bereits vor der Partie eine entsprechende Anzeige eingegangen.

Deshalb sei der Spielbeobachter vor Ort angewiesen worden, Videoaufzeichnungen zu machen. Die Vereine bekamen zudem gezielte Ansprachen vor Anpfiff. Babelsbergs Trainer Almedin Civa hatte die Kontaktaufnahme auf der Pressekonferenz nach dem Spiel am Freitag selbst thematisiert und behauptet, zwei Spielern sei Geld geboten worden, damit sie sich auf dem Platz zurückhalten und "die Füße hochnehmen".

Quelle: ntv.de, jgu/dpa