Fußball

Kantersieg im eigenen Stadion RB Leipzig beendet Pokal-Irrfahrt torreich

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David Raum und Timo Werner trugen ihren Teil zum Leipziger Pflichtsieg bei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Pokalspiel von RB Leipzig gegen Teutonia Ottensen wird im Vorfeld zur Odyssee: Weder in Hamburg noch in Dessau kann die Begegnung stattfinden, am Ende gewinnt der Bundesligist im heimischen Stadion deutlich.

Der Poker um den neuen Sportchef Max Eberl stockt, im DFB-Pokal ist RB Leipzig dagegen angeführt von Timo Werner problemlos in die zweite Runde eingezogen. Der Titelverteidiger besiegte den Viertligisten Teutonia Ottensen erwartungsgemäß klar mit 8:0 (4:0). Vor 13 084 Fans im Leipziger Stadion trafen Werner (19. Minute/20./43.), André Silva (41./53.), Emil Forsberg (56.), Christopher Nkunku (77.) und Dani Olmo (90.). Doch das bestimmende Thema war einmal mehr die angestrebte Verpflichtung von Eberl. Und die wird konkreter.

RBL-Boss Oliver Mintzlaff bestätigte am Dienstag, bereits an Eberls Klub Borussia Mönchengladbach herangetreten zu sein. "Ja, wir haben Interesse an Max Eberl und ja, wir haben erste Gespräche geführt. Was dagegen völlig falsch berichtet wird, ist, dass es bereits eine Einigung und einen Eintrittstermin gibt. Wir haben Gladbach natürlich über unser Interesse informiert, nicht mehr und nicht weniger ist bisher passiert", sagte der 47-Jährige der "Bild".

Gladbach teilte mit, dass die Gespräche bisher "nicht zielführend" gewesen seien. Eberls Vertrag ruht zwar, aber der Manager ist noch bis 2026 an den Traditionsverein vom Niederrhein gebunden. Fast auszuschließen ist, dass Eberl dann beim zweiten Pokalspiel der Leipziger am 18./19. Oktober schon das sportliche Sagen hat. Zwar wünscht sich dies Mintzlaff, aber Eberl schwebt Medienberichten zufolge eher ein Einstieg um den Jahreswechsel herum vor. Zunächst muss ohnehin Einigung mit Gladbach über eine Ablöse erzielt werden.

Ottensen kassiert sieben Tore und die Einnahmen

Sollte sich Eberl die Partie gegen Ottensen im Fernsehen angeschaut haben, so sah er in der Leipziger Mannschaft vor allem die zweite Reihe. Trainer Domenico Tedesco nahm gegenüber dem ersten Saison-Sieg gegen Wolfsburg sechs Änderungen in der Startelf vor. Den Spielfluss hemmte das nicht, dafür war Ottensen schlicht zu unterlegen. Silvas (8.) Kopfball an den Pfosten ging noch als Warnung durch, dann sorgte Werner mit einem Doppelpack im Prinzip für die Entscheidung. Der Nationalstürmer bereitete zudem das dritte Tor durch Silva vor, ehe er selbst für den Pausenstand sorgte.

Nach dem Wechsel erhöhte Silva, dann traf Forsberg per Hacke - ehe Tedesco vierfach wechselte und von Dreier- auf Viererkette umstellte. Leipzig verzettelte sich ein wenig zu oft im schönen Spiel, der eingewechselte Nkunku traf nach längerer Phase ohne echte Chance, bevor auch noch Olmo erfolgreich war.

Die Leipziger bestritten die Partie daheim, weil Ottensen nur über einen Kunstrasenplatz verfügt, der Verein zuhause in Hamburg sowohl beim HSV als auch beim FC St. Pauli auf der Suche nach einem Ausweichquartier abgeblitzt war und beim danach auserkorenen Ausweichplatz in Dessau der Rasen mutwillig beschädigt worden war. Die gesamten Einnahmen wollen die RB-Verantwortlichen Teutonia zukommen lassen.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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