Fußball

"Fand nicht nur die Stadt schön"RB Leipzig sorgt mit anzüglichem Post über Marie-Louise Eta für Wirbel

23.04.2026, 17:15 Uhr
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RB Leipzig sorgt mit einem Social-Media-Post über Union-Trainerin Marie-Louise Eta für Diskussionen. In den Kommentarspalten wird Sexismus thematisiert – der Verein weist solche Vorwürfe entschieden zurück.

Mit einem Beitrag in den sozialen Medien über Fußball-Trainerin Marie-Louise Eta hat RB Leipzig vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin für Wirbel gesorgt. Auf einen Beitrag der Köpenicker, die Hinweise für den Stadionbesuch beim ungeliebten Konkurrenten mit den Worten "Also an Leipzig selbst liegt's ja nicht - schon ne schöne Stadt ..." versehen hatten, reagierten die Sachsen mit Bildern, die Eta mit RB-Spielern und Ex-Trainer Marco Rose zeigten: "Eure Cheftrainerin fand nicht nur die Stadt ganz schön …", hieß es über dem Beitrag auf X.

In den Kommentarspalten warfen einige Nutzer den Leipzigern daraufhin Sexismus vor. Dies wies der Klub zurück. "Sexismus hat bei RB Leipzig keinen Millimeter Platz. Wir freuen uns sehr auf die Rückkehr von Marie-Louise Eta, die 2022 bei RB Leipzig hospitiert und ihre Zeit im Klub anschließend in einer Foto-Collage auf Social Media dokumentiert hat", teilte RB Leipzig auf Anfrage mit und erklärte: "Diese Collage haben wir nun erneut - mit einem Verweis auf ihre schöne Zeit in Leipzig und als Reaktion auf einen vorherigen Union-Post - veröffentlicht." Eta hatte die Bilder am 1. Januar 2023 in ihrem Jahresrückblick auf Instagram veröffentlicht.

Zudem verwies der sächsische Bundesligist darauf, dass Frauen bei ihm diverse Führungspositionen innehätten. Union wollte den X-Beitrag von RB Leipzig nicht kommentieren. Am Freitag (20.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) treffen beide Mannschaften in Leipzig aufeinander. Union und RB sind sich seit Jahren in herzlicher Abneigung verbunden.

Sexistische Kommentare nach Etas Beförderung

Im Rahmen ihrer Pro-Lizenz-Ausbildung hatte Eta Ende 2022 bei RB hospitiert und dem damaligen Trainer Rose über die Schulter geguckt. "Fünf Tage lang tauchte sie in den Trainingsalltag ein, verfolgte Abläufe aus nächster Nähe und tauschte sich unter anderem mit Dominik Szoboszlai und Emil Forsberg aus", heißt es auf der Homepage der Leipziger. Etas Mann Benjamin arbeitet als Trainer der Leipziger U20-Frauenmannschaft.

Seit ihrer historischen Beförderung zur ersten Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga wird Eta im Netz mit sexistischen Kommentaren konfrontiert. Union Berlins Geschäftsführer Profifußball, Horst Heldt, hatte die Anfeindungen scharf kritisiert. Die 34-Jährige selbst erklärte: "Es beschäftigt mich nicht, es sagt mehr über die aus, die das ins Netz stellen als über die, über die was losgelassen wird."

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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