Fußball

Operation und keine Einigung Ramos wird jetzt zu Reals Problemprofi

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Sergio Ramos macht Real Madrid Sorgen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Sergio Ramos ist seit vielen Jahren das Gesicht von Real Madrid, doch in diesen Tagen sorgt der langjährige Kapitän des Großklubs aus der spanischen Hauptstadt für Sorgen: Die Vertragsfrage bleibt weiter ungelöst, nun fällt der Innenverteidiger auch noch länger aus.

Hiobsbotschaft für den spanischen Fußball-Meister Real Madrid: Kapitän und Abwehrchef Sergio Ramos wurde heute am Meniskus des linken Knies operiert und fällt wochenlang aus. Der 34 Jahre alte Ramos hatte sich die Verletzung am 14. Januar bei der 1:2-Niederlage gegen Athletic Bilbao im Halbfinale des spanischen Supercups zugezogen und anschließend drei Spiele verpasst. Der Klub hatte gehofft, dass man eine Operation würde vermeiden können. Ramos hatte zuletzt am Donnerstag mit der Mannschaft trainiert. Wie die Madrider Sportzeitung "Marca" schätzt, wird Ramos rund sechs bis acht Wochen pausieren müssen. Damit würde er unter anderem auch die Achtelfinalspiele der Champions League gegen Atalanta Bergamo verpassen.

Ohne Ramos flogen die Madrilenen gegen den Drittligisten CD Alcoyano (1:2) schon in der dritten Runde aus dem spanischen Pokal raus. In der Liga gab es einen 4:1-Sieg bei Deportivo Alavés, aber auch eine 1:2-Heimpleite gegen UD Levante. Real wurde in der Primera División von Erzrivale FC Barcelona überholt. Der Rückstand auf Tabellenführer Atlético Madrid, der ein Spiel weniger hat, beträgt bereits zehn Punkte.

"Da ist natürlich nichts dran"

Ramos befindet sich derzeit auch in kniffeligen Vertragsverhandlungen mit Real Madrid, beide Parteien sollen in ihren Vorstellungen über eine gemeinsame Zukunft noch weit auseinander liegen. Im Sommer läuft der Vertrag des langjährigen Kapitäns aus, bis Anfang März muss eine Lösung her, heißt es aus Klubkreisen. Einigt man sich nicht - das Angebot des Klubs soll einen neuen Zweijahres-Vertrag mit einer zehnprozentigen Gehaltskürzung vorsehen - könnten sich die Wege nach mehr als 16 Jahren trennen. Interessiert an einer Verpflichtung des Routiniers sollen die Premier-League-Klubs Manchester City und Manchester United sowie Paris Saint-Germain sein.

Angesprochen auf das spektakuläre Gerücht, dass Ramos ein Kandidat für den FC Bayern sein könnte, erklärte Vorstand Oliver Kahn jüngst: "Da ist natürlich nichts dran." Ramos war im Dezember des vergangenen Jahres in die Fifa-"Weltelf 2020" gewählt worden. Bei Real Madrid könnte er durch Bayerns David Alaba ersetzt werden, der sich mit dem deutschen Rekordmeister nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnte - und offenbar vor einem Wechsel in die Primera Division steht.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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