Fußball

Löw: Hilfe tut Fußballern gut Rangnick geht es wieder besser

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Ralf Rangnick denkt nach seinem Burn-Out angeblich schon wieder an künftige Engagements.

(Foto: dpa)

Mitte September überraschte Ralf Rangnick den deutschen Profifußball mit seinem freiwilligen Rücktritt als Schalke-Trainer und dem Eingeständnis persönlicher Schwäche. Rangnick ließ sich helfen. Ein Schritt, der ihm viel Respekt einbrachte und den im Fußball viel mehr Leute wagen sollten, findet Bundestrainer Joachim Löw.

Ralf Rangnick hat sich rund drei Monate nach seinem Burn-out-Syndrom und dem Rücktritt als Trainer des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 erstmals wieder zu Wort gemeldet. "Mir geht es inzwischen wieder besser. Über die vielen positiven Reaktionen nach meinem Rücktritt habe ich mich sehr gefreut", sagte Rangnick der "Bild".

Der 53-Jährige war am 22. September wegen eines Erschöpfungssyndroms als Schalke-Trainer zurückgetreten. Trotzdem hat er die Entwicklung der Königsblauen verfolgt: "Dass die Mannschaft eine so gute Hinrunde gespielt hat, hat mich begeistert. Ich wünsche dem Trainer-Team und der Mannschaft sowie dem ganzen Verein, dass sie an die gezeigten Leistungen im neuen Jahr anknüpfen können."

Bereits vor einigen Tagen hatte Rangnicks Berater Oliver Mintzlaff der "Sport Bild" gesagt, dass der Trainer an seinem Comeback arbeitet: "Ich denke, er wird 2012, spätestens im Sommer, auf die Fußball-Bühne zurückkehren", so Mintzlaff.

"Es tut gut, sich beobachten zu lassen"

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Bundestrainer Joachim Löw plädiert dafür, dass sich Fußballprofis professionell helfen lassen.

(Foto: dpa)

Bundestrainer Joachim Löw plädiert angesichts des zunehmenden Drucks und der jüngsten Burn-Out-Fälle im Profifußball für professionelle Unterstützung. "Es tut auch gut, sich mal von außen beobachten zu lassen, sein Tun zu reflektieren und Hilfe auch anzunehmen, sei es in Form von Sportpsychologen oder Gesprächstherapien", sagte der 51-Jährige in Interviews mehrerer Zeitungen. Löw glaubt nicht, dass Druck ein spezielles Problem des Profifußballs ist, sondern dass alle Teile der Gesellschaft betroffen sind.

Er selbst spüre auch Druck, ihm helfe aber "eine gewisse Distanz zum Fußball". Deswegen versuche er seinen privaten Bereich "abzuschotten, so gut es geht". Geholfen hat ihm auch ein besseres Zeitmanagement und die bewusste Beschränkung seiner Arbeitszeit im heimischen Büro, ohne Ablenkung durch Mails oder Telefon. "Irgendwann habe ich mir gesagt, wenn ich zu Hause bin, dann mache ich alles aus und arbeite vier, fünf Stunden sehr konzentriert. Danach gehe ich einen Kaffee trinken oder ein bisschen Fußball spielen."

Wichtig sei ihm sein Umfeld und Aufgaben delegieren zu können. "Meine engsten Mitarbeiter im Trainerteam kennen alle meine Stärken und Schwächen. Früher habe ich geglaubt, immer alles selbst zu können und machen zu müssen", erklärte Löw. "Ich weiß, dass es in meinem Stab Mitarbeiter gibt, die in machen Bereich besser sind als ich. Denen vertraue ich." Diese würde auch kritisch etwas hinterfragen und ihm sagen: "Das geht jetzt in die falsche Richtung. Das ist die Stärke in unserem Team."

Quelle: ntv.de, sid/dpa

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