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Fast zehn Jahre, von 2009 bis 2018, lief Ronaldo für den spanischen Rekordmeister auf.
Fast zehn Jahre, von 2009 bis 2018, lief Ronaldo für den spanischen Rekordmeister auf.(Foto: picture alliance / Ion Alcoba Be)
Freitag, 12. Oktober 2018

Imageschaden befürchtet: Real verklagt Zeitung wegen Ronaldo-Bericht

Im Zuge der Vergewaltigungsbeschuldigungen gegen Fußballstar Cristiano Ronaldo erhebt eine portugiesische Zeitung auch starke Vorwürfe gegen dessen ehemaligen Verein Real Madrid. Doch das wollen die "Königlichen" nicht auf sich sitzen lassen.

Spaniens Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat im Zusammenhang mit den Vergewaltigungsvorwürfen gegen seinen früheren Torjäger Cristiano Ronaldo die portugiesische Boulevardzeitung Correiro da Manha verklagt. Es dreht sich dabei um einen Bericht des Blattes, wonach der Verein Ronaldo angesichts des Vorwurfs einer Vergewaltigung zu einer Übereinkunft mit dem angeblichen Opfer genötigt habe.

Real dementierte das. "Real Madrid hat wegen einer Publikation, die absolut falsch ist und versucht, das Image unseres Klubs stark zu beschädigen, rechtliche Schritte eingeleitet. Real Madrid hatte keinerlei Kenntnis über das, worauf sich die Zeitung in Bezug auf Cristiano Ronaldo bezieht", heißt es in der offiziellen Erklärung.

Die Texanerin Kathryn Mayorga hat behauptet, Ronaldo habe sie 2009 in Las Vegas vergewaltigt. Wie der "Spiegel" berichtete, sollen beide Seiten Anfang 2010 eine gegenseitige Schweigevereinbarung unterschrieben haben. Dafür soll Mayorga 375.000 US-Dollar erhalten haben.

Laut Correio da Manha spielte auch Ronaldos damaliger Klub eine Rolle. Real habe Druck auf Ronaldo ausgeübt, damit er den Vertrag unterschreibe. Dem Bericht zufolge soll sich der Klub Sorgen um sein Image gemacht haben.

Zudem berichtet die Zeitung, dass Ronaldos Anwälte behaupten, ihr Klient und Mayorga seien nach einvernehmlichem Geschlechtsverkehr in den Nachtclub Rain in Las Vegas zurückgekehrt. Derzeit werden Videoaufnahmen gesucht, die diese Version belegen sollen und den fünfmaligen Weltfußballer entlasten könnten.

Quelle: n-tv.de