Fußball

"Ich bin jung, ich muss spielen" Renato Sanches will weg vom FC Bayern

883894666fec762df242f71ef02ad5c3.jpg

Renato Sanches will italienischen Reizen nachgeben.

(Foto: imago/Ulmer)

Die 35-Millionen-Ehe zwischen Renato Sanches und dem FC Bayern steht nach nur einem Jahr vor der Scheidung, zumindest vor der temporären. Der 19-jährige Portugiese teilt mit, dass er sich "gerne sportlich verändern" möchte - und hat schon einen neuen Traumklub.

Europameister Renato Sanches bereitet sich nach nur einem Jahr bei Fußball-Rekordmeister Bayern München schon wieder auf seinen Abschied vor. "Natürlich möchte ich mehr spielen. Deswegen würde ich mich gerne sportlich verändern und zu einem Verein gehen, der mir mehr Einsatzzeiten geben kann", sagte der 19 Jahre alte Portugiese im Gespräch mit der "Sport Bild".

Sanches hat auch schon einen Klub im Auge, für den er künftig gern kicken würde. "Der AC Milan ist eine interessante Option. Wenn sich die Möglichkeit ergibt und die Vereine sich einigen können, würde ich sie gerne wahrnehmen", sagte er. Vor dem Abflug nach China hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge das Interesse der Italiener bereits bestätigt. Sanches soll zunächst ausgeliehen werden, um mehr Spielpraxis zu bekommen.

"Ich bin nun auf der China-Tour mit dem FC Bayern unterwegs, aber danach werden wir uns in München zusammensetzen und hoffentlich eine Lösung finden", sagte Sanches: "Ich bin jung, ich möchte und muss viel spielen. Ich denke, die Chance dazu ist in Mailand größer als in München." Der Mittelfeldspieler kam nach seinem Wechsel für 35 Millionen von Benfica Lissabon nur auf 17 Bundesligaspiele und gilt in München nicht mehr als großes Talent, sondern größtenteils verzichtbar.

In Mailand würde er auf einen Klub treffen, der sich wie Sanches selbst nach vergangener Größe sehnt, am Geld dürfte ein Wechsel kaum scheitern. Nach dem Verkauf des Klubs an den chinesischen Geschäftsmann Yonghong Li hat Milan bislang zehn Spieler für fast 200 Millionen Euro verpflichtet. Sechs der zehn teuersten Sommertransfers in Italien hat der siebenmalige Champions-League-Sieger getätigt.

"Ich habe Milan vom ersten Tag an Zukäufe versprochen", sagt Immobilien- und Energie-Unternehmer Li, "wir werden wieder groß werden, in Italien und in Europa." Der jüngste Scudetto liegt sechs Jahre zurück, in Europa triumphierte die einst ruhmreiche Associazione Calcio zuletzt 2007. Die Zeitung "Gazzetta dello Sport" fabulierte bereits, dass "Turbo-Milan keine langsame Renaissance, sondern eine regelrechte Revolution" anstrebe.

Quelle: ntv.de, cwo/sid