Fußball

"Glück im Unglück" Ribery fällt vier Wochen aus

210910MUC347_210910MUC347.jpg-preview2[1].jpg

Sorgen um den Superstar: Kurz nach dem Ausgleichsjubel merken die Bayernspieler, dass Ribery verletzt ist.

Nach seiner Verletzung im Fußballbundesligaspiel gegen Hoffenheim wird Franck Ribery dem FC Bayern mindestens vier Wochen fehlen. Der Franzose hat einen Bänder- und Kapselriss und muss nun zehn Tage lang Gips tragen. Nach dem Ausfall von Arjen Robben fehlt Bayern damit der zweite wichtige Flügelspieler.

Der FC Bayern ist wieder da - aber Franck Ribery erst einmal nicht mehr. Die Münchner haben den 2:1-Last-Minute-Sieg bei 1899 Hoffenheim teuer erkauft und müssen nach dem Ausfall von Arjen Robben vorerst auf einen weiteren Superstar verzichten. Ribery hat sich das vordere Außenband sowie die Kapsel im rechten Sprunggelenk gerissen und fällt mindestens vier Wochen aus.

"Ich hatte Schlimmeres befürchtet. Wir hatten Glück im Unglück. Jetzt müssen wir schauen, dass sich Franck gut auskuriert", sagte Bayern-Trainer Louis van Gaal. Nach Auskunft von Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth muss Ribery zehn Tage einen Gips tragen, anschließend folgen je zehn Tage im Spezialschuh und zehn Tage Aufbautraining. Läuft alles perfekt, kann Ribery in der zweiten Oktoberhälfte wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

220910MUC301_220910MUC301.jpg-preview2[1].jpg

Das Lachen nicht verlernt: Franck Ribery wrd erneut durch eine Verletzung zurückgeworfen.

Im Spiel gegen Hoffenheim jubelte Ribery nach dem Ausgleich durch Thomas Müller nicht, sondern blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Er war nach seinem Schuss, den Hoffenheims Torwart Daniel Haas nur hatte abklatschen können, umgeknickt. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge befürchtete gleich, "dass im Bänderapparat etwas kaputt ist". Riberys Leidensliste seit seinem Wechsel 2007 nach München ist mittlerweile lang: Erst nach der WM im Sommer war der 27-Jährige an beiden Leisten operiert worden.

Franzose leitete die Wende ein

Bis zu seiner Auswechslung in der 64. Minute war Ribery einer der Aktivposten seiner Mannschaft und leitete durch seinen Schuss die Wende ein. Die zuvor in drei Ligaspielen torlosen Bayern hatten bereits nach 36 Sekunden das 0:1 durch Vedad Ibisevic kassiert und im ersten Durchgang alle Mühe mit den geschmeidigen Hoffenheimern, durften am Ende aber aufatmen: Daniel van Buyten bugsierte den Ball in der 91. Minute mit dem Oberschenkel zum 2:1 über die Torlinie.

Das späte Tor habe Bayern sich verdient, meinte Uli Hoeneß. "Wenn jemand behauptet, Bayern hätte Glück gehabt, dann hat er das falsche Spiel gesehen", sagte der Präsident mit zornesrotem Gesicht. Sportdirektor Christian Nerlinger sprach von einer "beeindruckenden Leistung", einem "großen Ausrufezeichen" und sah den Erfolg als Wendepunkt zum Guten: "Jetzt haben wir den Zeitpunkt erreicht, wo wir nicht mehr zurückzublicken brauchen auf die WM oder die Vorbereitung. Jetzt geht der Blick nach vorne."

Quelle: ntv.de, dpa/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen