Fußball

Gefahr einer Demenz-Erkrankung Rooney fordert Kopfballverbot für Kinder

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Wayne Rooney sorgt sich um die Gesundheit junger Fußballer.

(Foto: imago images/PA Images)

Keine Kopfbälle mehr für Kinder, das wünscht sich Wayne Rooney. Damit soll das Risiko einer Erkrankung an Alzheimer oder Demenz vermindert werden. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Gefahr bei Fußballern um das Dreieinhalbfache höher sei als beim Rest der Gesellschaft.

Der 120-malige englische Nationalspieler Wayne Rooney hat sich für ein Verbot von Kopfbällen für Kinder im Fußball ausgesprochen. Damit soll das Risiko einer späteren Erkrankung an Alzheimer oder Demenz vermindert werden. Als Beispiel für diese Maßnahme nannte Rooney die USA.

"Als wir dort gelebt haben, waren bei meinem älteren Sohn Kopfbälle im Fußball-Training und auch in Spielen verboten", berichtete Rooney, der in der Saison 2018/19 für D.C. United in der US-Bundesstadt Washington gespielt hatte, dem "Daily Telegraph". Wenn der Ball in Kopfhöhe ankam, so Rooney, "sind sie zur Seite gegangen und haben ihn durchgelassen."

Rooney spielt derzeit beim zweitklassigen englischen Klub Derby County. Wie Rooney hatte sich zuletzt auch Englands WM-Held von 1966, Geoff Hurst, für ein Kopfballverbot ausgesprochen. Der Schütze des legendären Treffers zum 3:2-Zwischenstand im Endspiel gegen Deutschland, der bekanntlich keiner war, forderte entsprechende Regularien.

Eine aktuelle Studie in Schottland war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Gefahr einer solchen Erkrankung bei Fußballern um das Dreieinhalbfache höher sei als beim Rest der Gesellschaft. Das Thema Demenz war im vergangenen Monat durch den Tod von 66er-Weltmeister Nobby Stiles aktuell geworden. Der 78-Jährige litt in seinen letzten Jahren an dieser Krankheit.

Quelle: ntv.de, tno/sid