Fußball

Ausflug statt #stayathome Schalke-Profi nachts in Shisha-Bar erwischt

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Amine Harit hatte eine ganz schlechte Idee in der Krise.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Amine Harit hält offenbar nicht viel von den Appellen der Bundeskanzlerin und vieler seiner Kollegen: Der 22-Jährige Profi des FC Schalke 04 wird nachts in einer Essener Shisha-Bar erwischt. Die hätte gar nicht geöffnet sein dürfen.

Die Bundesliga konnte sich nach langem Widerstand zu einer längeren Aussetzung des Spielbetriebs durchringen. Mehrere Profimannschaften vom SC Paderborn hierzulande bis zu Real Madrid in der spanischen Liga befinden sich in Quarantäne. Das Mannschaftstraining ruht in den meisten Klubs, das öffentliche Leben wird immer mehr eingeschränkt. Die Kanzlerin hatte dazu aufgefordert, einfach daheim zu bleiben: Es sollte dieser Tage auch dem letzten Profisportler klar geworden sein, dass das Coronavirus eine ernste Sache ist. Auch denen des FC Schalke 04.

Bastian Oczipka hatte vergangene Woche in einem Interview auf der Vereins-Homepage auch festgestellt: "Wie jeder andere auch achte ich darauf, von meinen Mitmenschen ein Stück weit Abstand zu halten." Seinen Mitspieler Amine Harit kann er damit nicht gemeint haben - der hatte nämlich andere Pläne. Der Offensivspieler ist mit einem nächtlichen Besuch einer Shisha-Bar negativ in die Schlagzeilen geraten.

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Trotz der derzeitigen Corona-Situation hielt sich der 22 Jahre alte Marokkaner Donnerstagnacht gegen 1.30 Uhr in der "Buddy Bar" in Essen auf. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen, die das Land Nordrhein-Westfalen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung erlassen hatte, hätte die Bar nur bis 18 Uhr geöffnet sein dürfen.

"Wird nicht wieder vorkommen"

Anwohner hatten die Polizei informiert, dass das Lokal trotzdem zu später Stunde noch immer geöffnet war. Bei der Kontrolle hätten die Beamten neben dem Personal zehn weitere Personen angetroffen - unter anderem Harit. Laut "Bild"-Zeitung sollen alle Gäste mit einer mündlichen Verwarnung davon gekommen sein.

"Es stimmt, Amine war mit einem Bekannten dort, weil ihm Zuhause die Decke auf den Kopf gefallen ist. Es war ein Fehler, den hat er jetzt auch eingesehen", bestätigte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider der Bild. "Ich habe ihm nochmal den Ernst der aktuellen Lage vor Augen geführt. In dieser schlimmen Krisensituation sind Dinge, die gestern noch normal waren, heute nicht mehr zu tolerieren. Amine tut es sehr leid, und es wird nicht wieder vorkommen."

Bastian Oczipka hatte in seinem Interview übrigens einen flammenden Appell an die Leser gerichtet: "Leistet euren Beitrag und bleibt zu Hause, damit sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt und Menschen, die zur Risikogruppe zählen, nicht noch weiter unnötig gefährdet werden."

Am Freitagabend hatte der Bundesligist mitgeteilt, seine durch die Corona-Krise verursachte Trainingspause bis mindestens kommenden Freitag zu verlängern. Um mit "dieser zweiwöchigen Teampause auch empfohlene Verhaltensmaßnahmen des Robert-Koch-Instituts" einzuhalten.

Quelle: ntv.de, ter/dpa