Fußball

Auch Freiburg verabschiedet sich Schalke feiert Schützenfest

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Unterhachings Mijo Tunjic, links, und Jonas Hummels nach dem Überraschungserfolg.

(Foto: dapd)

Wolfsburg, Leverkusen, Bremen und jetzt auch der SC Freiburg: Vier Bundesligisten verabschieden sich in Runde eins aus dem DFB-Pokal. Der FC Schalke und Fürth gewinnen zweistellig, Köln und Düsseldorf haben keine Mühe, Karlsruhe schaltet Aachen aus und Hannover siegt im Nord-Duell.

Fußball-Bundesligist SC Freiburg ist erstmals seit 1997 in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Nach einer indiskutablen Leistung unterlagen die Breisgauer am bei Drittligist SpVgg Unterhaching mit 2:3 (1:1) und bescherten ihrem neuen Trainer Marcus Sorg damit einen völlig missratenen Pflichtspiel-Einstand.

Alle anderen oberklassigen Mannschaften gaben sich dagegen keine Blöße. Der Karlsruher SC gewann mit 3:1 (1:1) gegen Alemannia Aachen, Ingolstadt behielt beim FC Oberneuland mit 4:1 (2:1) die Oberhand, Hannover 96 fertigte Anker Wismar mit 6:0 (4:0) und Greuther Fürth den Eimsbütteler TV mit 10:0 (3:0) ab. Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC zog mit einem ungefährdeten 4:0 (2:0) beim ZFC Meuselwitz in die zweite Pokalrunde ein.

Hoffenheim ideenlos, Mainz mit Glück

Hoffenheim musste beim Sechstligisten Germania Windeck antreten und präsentierte sich erschreckend ideen- und motivationslos. Windeck ging mit einer Führung (36. Minute) in die Pause und kämpfte sich nach einem verwandelten Foulelfmeter von Sejad Salihovic in der 51. Minute sogar in die Verlängerung. Letztendlich gewann Hoffenheim dann aber mit 3:1 nach 120 Minuten.

Der FC Schalke 04 schoss den siebtklassigen FC Teningen mit 11:1 (6:1) vom Platz - allein Klaas-Jan Huntelaar traf viermal. Beim Oberligisten SC Wiedenbrück behielt der 1. FC Köln mit 3:0 (2:0) die Oberhand, der rheinische Rivale Fortuna Düsseldorf gewann mit 3:0 (1:0) bei Hessen Kassel.

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Boten Mainz über die ganze Spielzeit Paroli: der SVN Zweibrücken und Mario Diehl, links.

(Foto: REUTERS)

Mainz 05 brauchte beim SVN Zweibrücken ebenfalls einen langen Atem. Und etwas Glück. Nach regulärer Spielzeit stand es 0:0, zudem waren die Rheinhessen nur noch mit zehn Mann auf dem Feld. Radoslav Zabavnik hatte wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen.

In der Verlängerung ging Mainz durch Petar Sliskovic in Führung, dann übersah der Schiedsrichter zunächst ein Handspiel der Mainzer im eigenen Strafraum. Zudem entschied er bei einem eigentlich regulären Tor des krassen Außenseiters auf Abseits. In der 115. Minute erhöhte Sami Allagui für Mainz auf 2:0. Zweibrücken gelang eine Minute später durch Stefan Maul nur noch der Anschlusstreffer.

Warnung vor dem Anpfiff

In Unterhaching machten Roland Sternisko (17. Minute) und Mijo Tunjic (47./87.) mit einem Doppelpack per Foulelfmeter vor 4100 Zuschauern den Überraschungscoup für das Team von Heim-Trainer Heiko Herrlich perfekt. Für die Gäste trafen Cedric Makiadi (10.) und der eingewechselte Stefan Reisinger (73.).

Nach den Patzern von Wolfsburg, Bremen und Leverkusen war der Bundesligist, bei dem Torjäger Papiss Demba Cissé wegen einer Magenverstimmung kurzfristig ausgefallen war, eigentlich gewarnt vor dem Drittligisten. "Unterklassige Vereine kitzeln im Pokal immer noch ein paar Prozent mehr aus sich raus", hatte Freiburgs Trainer Sorg seine Profis vor dem Anpfiff noch einmal eindringlich ermahnt.

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Da war die Welt für Freiburg noch in Ordnung: In der 10. Minute erzielt Cédric Makiadi die Führung.

(Foto: dapd)

Dementsprechend konzentriert legte Freiburg auch los. Sofort diktierte der Bundesligist das Geschehen und erspielte sich schon in der Anfangsphase Torchance um Torchance, die jedoch zunächst allesamt nicht verwertet wurden. Nach zehn Minuten war es dann aber soweit: Nach feiner Vorarbeit von Maximilian Nicu war Makiadi zur Stelle und markierte die hoch verdiente Führung.

Freiburg beeindruckt

Im Gefühl der Überlegenheit ließen es die Gäste nun lockerer angehen und wurden prompt bestraft. Nach mehreren guten Gelegenheiten kam Sternisko aus rund zwölf Metern völlig unbedrängt zum Schuss und schob überlegt zum umjubelten Ausgleich für die junge Mannschaft des früheren Bundesliga-Profis Herrlich ein.

Der Bundesligist, der vor allem in der Defensive noch Mängel aufwies, reagierte sichtlich beeindruckt. Nun war kein Klassenunterschied mehr zwischen den beiden Teams zu erkennen. Nach dem Wechsel kam es dann richtig dicke für Freiburg: Tunjic verwandelte einen umstrittenen Strafstoß. Reisinger glich zwar noch einmal aus, aber Tunjic mit einem allerdings erneut fragwürdigen Elfmeter machte alles klar für den Außenseiter.

Quelle: ntv.de, rpe/dpa

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