Fußball

Jahrelange Partner springen ab Schlechtes Fifa-Image vergrault Sponsoren

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(Foto: dpa)

Dem Fußball-Weltverband Fifa fallen seine Korruptionsskandale auf die Füße. Mindestens ein Großsponsor will aussteigen und nennt dafür offenbar explizit das negative Image als Grund. Ein Ersatz als Geldgeber soll schon bereit stehen - pikanterweise aus Katar.

Seine Imageprobleme kosten den Fußball-Weltverband Fifa offenbar einen langjährigen Hauptsponsor. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" verzichtet die Fluglinie Emirates besonders auch wegen des negativen Ansehens der Fifa auf eine Verlängerung der zum Jahresende auslaufenden Zusammenarbeit.

Offiziell ließ die Fifa dazu verlauten, dass der seit 2007 zu den Verbandssponsoren gehörende Luftfahrt-Konzern aus Dubai bereits 2012 "eine Umstrukturierung des Sponsoring-Konzepts" in Aussicht gestellt hätte. Emirates ist dem Fußball als Sponsor eng verbunden und ist auch Trikotsponsor von Bundesligist Hamburger SV sowie von Champions-League-Sieger Real Madrid und des Londoner Premier-League-Klubs FC Arsenal ist.

Auch Sony mag wohl nicht mehr

Neben der Fluglinie steigt angeblich auch der japanische Elektronik-Gigant Sony aus der Hauptsponsoren-Partnerschaft mit der Fifa aus. Eine Bestätigung dafür gibt es aber noch nicht. Zwei Monate vor Ablauf des gültigen Vertrages verweist die Fifa derzeit lediglich auf "laufende Gespräche".

In den vergangenen acht Jahren brachten die beiden Unternehmen der Fifa rund eine halbe Milliarde Dollar an Sponsoreneinnahmen ein. Im Zuge der Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar geriet der Fußball-Weltverband allerdings auch öffentlich massiv unter Korruptionsverdacht. Hinzu kommen zahlreiche interne Skandale unter der Präsidentschaft Joseph Blatters.

Dennoch scheint die Fifa den möglichen Verlust zweier Großsponsoren auffangen zu können. Für Emirates soll pikanterweise angeblich Qatar Airways bei der Fifa einsteigen wollen. Vor allem die WM-Vergabe 2022 an das Wüstenemirat Katar gilt als höchst umstritten. An Sonys Werberechten ist offenbar der südkoreanische Rivale Samsung interessiert.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

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