Fußball

DFB-Gegner mit Licht und Schatten Spanien und Brasilien siegen weltmeisterlich

Brasilien ist als Gastgeber der Fußball-WM 2014 ein Anwärter auf den Titel - und unterstreicht das gegen Südafrika. Aber auch mit dem Titelverteidiger ist zu rechnen. Von den deutschen WM-Gegnern scheint derzeit nur Portugal in Form.

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Drei Tore für ein Halleluja: Neymar.

(Foto: REUTERS)

WM-Gastgeber Brasilien hat 99 Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Kroatien eindrucksvoll seine Titelambitionen unterstrichen. Die Mannschaft von Trainer Luiz Felipe Scolari setzte sich beim Comeback von Bayern Münchens Rechtsverteidiger Rafinha dank eines Dreierpacks von Stürmerstar Neymar mit 5:0 (2:0) gegen Südafrika durch. Weltmeister Spanien gewann in einer Neuauflage des EM-Finals gegen Vorgänger Italien dank eines Treffers von Pedro (63.) mit 1:0 (0:0).

Portugal, am 16. Juni Auftaktgegner der deutschen Mannschaft in Brasilien, zeigte sich beim 5:1 (1:1) gegen die von Volker Finke trainierten Kameruner in Torlaune. Cristiano Ronaldo (21., 83.), Raul Meireles (66.), Fabio Coentrao (67.)und Edinho (77.) waren erfolgreich. Dagegen kassierten die weiteren deutschen WM-Gegner überraschende Niederlagen.

Ghana erlebte eine 0:1 (0:1)-Pleite in Montenegro, Trainer Jürgen Klinsmann und die amerikanische Nationalmannschaft verloren gegen die Ukraine mit 0:2 (0:1). Andrij Jarmolenko (12.) und Marko Devic (68.) trafen gegen die USA, bei denen die Bundesliga-Profis John Anthony Brooks (Hertha BSC) und Fabian Johnson (1899 Hoffenheim) in der Startelf standen. Die Partie war wegen der Unruhen in der Ukraine nach Zypern verlegt worden.

"Deutsche" Seleção

Für Brasilien traf Barcelonas Stürmerstar Neymar in der 41., 46., sowie 90. Minute. Oscar vom FC Chelsea hatte die Seleção früh in Führung gebracht (10.), zudem war Fernandinho (79.) von Manchester City erfolgreich.

Rafinha feierte nach knapp sechs Jahren seine Rückkehr beim fünfmaligen Weltmeister und stand direkt in der Startformation. Sein Teamkollege Dante wurde ebenso wie Luiz Gustavo vom VfL Wolfsburg im Laufe der Partie eingewechselt.

Messi trotz Nullnummer zufrieden

Ghana mit dem Schalker Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng, der in der 58. Minute ins Spiel kam, musste dagegen einen Rückschlag hinnehmen. Der gebürtige Berliner, der sich schon vor der WM 2010 für eine Karriere in Ghanas Nationalteam entschieden hatte, vergab in der 83. Minute aus kurzer Distanz die Chance zum Ausgleich. Schon in der ersten Minute hatte Stürmer Dejan Damjanovic die Gastgeber in Podgorica per Foulelfmeter entscheidend in Führung gebracht.

WM-Mitfavorit Argentinien kam in Bukarest gegen Gastgeber Rumänien nicht über ein 0:0 hinaus. Trotz der enttäuschenden Nullnummer lobte Superstar Lionel Messi den Zusammenhalt in der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft in höchsten Tönen. "Diese Truppe ist phänomenal", wurde er in argentinischen Zeitungen zitiert. Der Kapitän wollte das Spiel an sich nicht überbewerten, aus der Partie bei schlechten Platzbedingungen ließen sich kaum Rückschlüsse ziehen.

Ex-Weltmeister Frankreich sorgte dagegen für ein Ausrufezeichen. Die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps setzte sich mit 2:0 (2:0) gegen Vizeweltmeister Niederlande durch. Franck Ribéry von Triple-Gewinner Bayern München wurde in der zweiten Halbzeit bei den Gastgebern eingewechselt und gab sein Comeback nach knapp vierwöchiger Pause wegen einer Gesäß-Operation. Karim Benzema (32.) und Blaise Matuidi (41.) trafen für die Franzosen. Auch England startete mit einem Sieg ins WM-Jahr. Gegen Dänemark setzten sich die Three Lions mit 1:0 (0:0) durch, Stürmer Daniel Sturridge sorgte allerdings erst in der 82. Minute per Kopf für die Entscheidung.

Drmic und Olic treffen doppelt

Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts gewann mit Aserbaidschan 1:0 (1:0) gegen die Philippinen. Elwin Junuszade (27.) erzielte in Dubai den Treffer gegen das Team des früheren Bundesligaprofis Thomas Dooley, der Anfang Februar das Traineramt übernommen hatte. Georgien, deutscher Gegner in der Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich, setzte sich gegen Liechtenstein in Tiflis mit 2:0 (1:0) durch. Irland, ebenfalls Deutschlands Gegner auf dem Weg zur EURO, unterlag in Dublin gegen Serbien mit 1:2 (1:0), Gibraltar verlor das dritte offizielle Länderspiel seiner Geschichte mit 0:2 (0:1) gegen Estland.

Beim Privatduell der Bundesliga-Stürmer Josip Drmic und Ivica Olic trennten sich die Schweiz und Kroatien mit 2:2 (1:1). Der Nürnberger Drmic (34./41.) erzielte zweimal die Führung für die Eidgenossen, Olic (39./54.) vom VfL Wolfsburg gelang jeweils der Ausgleich. Bayer Leverkusens Heung-Min Son verhalf Südkorea zu einem souveränen Testspielsieg. Der 21-Jährige (55.) traf in Griechenland zum 2:0 (1:0)-Endstand, die Führung hatte Jong-Woo Park (18.) erzielt. Wie Son stand auch Ja-Cheol Koo vom FSV Mainz 05 in Piräus in der Startelf.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

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