Fußball

Abstellungs-Chaos bei Olympia Streit über Altersregelung

Die Fifa diskutiert über das olympische Fußball-Turnier. Ein Hickhack wie vergangene Saison, als Superstar Lionel Messi, der Schalker Rafinha und damalige Bremer Diego unerlaubt zum olympischen Turnier nach Peking reisten, soll nicht mehr passieren. Im Gespräch ist eine Herabsetzung der Spieler-Altersgrenze – oder das Aus des Wettbewerbs.

PDH115_SOCCER-_0912_11.JPG7957055883029027763.jpgBis zum 3. Dezember soll eine Arbeitsgruppe abschließend prüfen, ob für die Turnier-Teilnahme die bisherige Regelung - Spieler unter 23 Jahre (U23) plus drei ältere Spieler - bestehen bleibt, oder die Altersgrenze generell auf unter 21 Jahre (U21) herabgesetzt wird. Das Fifa-Exekutivkomitee benannte bei seiner Sitzung in Rio de Janeiro den Kameruner Issa Hayatou zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe.

Bei dem Thema gebe es noch viele Streitpunkte, räumte Fifa-Präsident Joseph Blatter nach der Sitzung ein. Mit Blick auf eine mögliche Streichung des Fußball-Turniers vom Olympia-Plan für den Fall einer U-21-Regelung sagte der Schweizer: "Ich glaube nicht, dass der Fußball von den Olympischen Spielen ausgeschlossen wird. Das IOC hat auch eine Verantwortung gegenüber den internationalen Verbänden." Ein Ausschluss käme nach seinen Worten dem Ende einer "Liebesgeschichte" zwischen dem Fußball und Olympia gleich. Das Fußballturnier sei eine der Hauptattraktionen der Olympischen Spiele.

Attraktivität der WM erhalten

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) drängt darauf, dass auch ältere Spieler an den Olympischen Spielen teilnehmen können, während die Fifa mit Blick auf Interessen der Fußballclubs und die Attraktivität der Fußball-WM eine niedrige Altersgrenze bevorzugt. Damit wäre der Teilnahme älterer Top-Spieler an den Olympischen Spielen ein Riegel vorgeschoben. Blatter sagte, er hoffe, dass er am Freitag in Kopenhagen mit IOC-Präsident Jacques Rogge über das Thema sprechen könne.

Bei den Sommerspielen 2008 in Peking hatte es heftigen Streit um einige Top-Spieler wie den Argentinier Lionel Messi (FC Barcelona) sowie die Brasilianer Diego (damals Werder Bremen) und Rafinha (Schalke 04) gegeben, weil diese gegen den Willen ihrer Vereine am Olympia-Turnier teilnahmen, obwohl es keine Abstellungspflicht durch die Fifa gab. Bremen und Schalke waren deswegen vor den Internationalen Sportsgerichtshof (CAS) gezogen.

Quelle: n-tv.de, sid