Fußball

Superstars droht der EM-Superflop Türkei und Portugal zittern

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Auf Cristiano Ronaldo ruhen die portugiesischen EM-Hoffnungen.

(Foto: dpa)

Türkei gegen Kroatien heißt der Schlager in den Playoffs zur EM 2012. Wer gewinnt, ist völlig offen. Sicher ist nur: Gewinnt die Türkei nicht, muss Trainer Guus Hiddink gehen. Portugal bekommt es wie vor der WM 2010 mit Bosnien und Herzegowina zu tun. Das sinnt nach der verpassten Weltmeisterschaft auf Revanche.

Bloß kein Zwangsurlaub im nächsten Sommer! Für Ex-Weltfußballer Cristiano Ronaldo wäre es mehr als ein Schönheitsfleck, für Erfolgstrainer Guus Hiddink wohl das Ende als Türken-Coach und für Giovanni Trapattoni eine riesige Blamage. Denn in den Playoffs zur Qualifikation um die EM 2012 in Polen und der Ukraine muss "Trap" mit seinen Iren gegen den krassen Außenseiter Estland ran. Ronaldo muss sich mit den derzeit zickenden Portugiesen auf die Revanche von Bosnien-Herzegowina gefasst machen, erst recht gilt das für Hiddink und seine Türken gegen Kroatien.

"Wir haben drei Jahre lang auf unsere Revanche gewartet und von ihr geträumt", sagte Kroatien-Coach Slaven Bilic. Der ehemalige Bundesliga-Profi war mit seiner Mannschaft bei der EM 2008 in einem dramatischen Viertelfinale inklusive Elfmeterschießen an der Türkei gescheitert. "Es war sicher einer der traurigsten Tage in meinem Leben, und das gilt vermutlich für alle Kroaten", erinnerte sich Nationalspieler Vedran Corluka.

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Ohne EM kein Job: Guus Hiddinks Engagement in der Türkei hängt an der Qualifikation für die Euro.

(Foto: dpa)

Umso mehr sinnen die Kroaten auf Wiedergutmachung. Auch dem deutschen Schiedsrichter Felix Brych dürfte im Hinspiel im Istanbuler Stadion daher kein ruhiger Abend bevorstehen. "Es mag wie ein Nachtteil aussehen, das erste Spiel zu Hause zu bestreiten, aber wir sehen das anders. Das Ergebnis des Hinspiels wird entscheidend sei und daran richten wir unseren Plan aus", kündigte Hiddinks Helfer, Co-Trainer Oguz Çetin, an. Schließlich dürfte es auch um Hiddinks Job gehen; bei einem Scheitern wäre er wohl die längste Zeit Türken-Trainer gewesen.

Ronaldo soll es richten

Die Portugiesen plagen sich vor dem Duell der Torjäger Ronaldo vs. Edin Dzeko mit hausgemachten Sorgen herum. Nachdem schon Ricardo Carvalho vor einigen Wochen rebelliert hatte, meuterte nun Abwehr-As José Bosingwa. Coach Paulo Bento hatte ihn für die Partie gegen Bosnien-Herzegowina in Zenica nicht berücksichtigt - der "Zickenkrieg" nahm seinen Lauf.

Sportlich soll es gegen Dzeko & Co vor allem Ronaldo richten. Die Bosnier haben allerdings auch noch eine Rechnung offen. 2009 scheiterten sie in der WM-Qualifikation an den Portugiesen. "Die Revanche-Chance ist da, wir haben gezeigt, dass wir den besten Teams Probleme bereiten können", tönte Dzeko. Mit 90 Millionen Euro ist Ronaldo allein allerdings 50 Prozent mehr wert als die ganze Stammelf Bosniens. Doch wie heißt es so schön: Geld schießt keine Tore.

Quelle: ntv.de, dpa