Fußball

Nutzloser Kantersieg für Oranje Ungarn muss in Playoffs, DFB hat Heimspiele

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Das sind keine Dehnübungen, sondern Jubelgesten der Waliser Mannschaft.

(Foto: dpa)

In der EM-Qualifikation siegt Oranje souverän, kommt in der Gruppe aber nicht an der DFB-Elf vorbei. Wales fegt Mitausrichter Ungarn vom zweiten Platz der Gruppe E. Damit steht jetzt auch fest, dass Deutschland alle drei Vorrundenspiele vor heimischer Kulisse in München bestreiten wird.

Wales hat das 20. und letzte Direktticket zur Fußball-EM 2020 gelöst. Die Briten sicherten sich im Dreikampf der Gruppe E mit Ungarn und der Slowakei durch ein 2:0 (1:0) gegen die Magyaren den zweiten Platz hinter Vizeweltmeister Kroatien. Weil Ungarn noch vom zweiten Platz rutschte und damit die Chance auf die Direktqualifikation verpasste, hat die deutsche Nationalmannschaft bei der EM-Endrunde in ihren drei Spielen ausnahmslos in München Heimrecht. Zur Freude von Joachim Löw: "Das ist natürlich ein Vorteil. Da kann man jetzt planen und muss nicht reisen", so der Bundestrainer.

Der 2:0 (1:0)-Erfolg der Slowaken gegen Aserbaidschan blieb unterdessen für die Direktqualifikation bedeutungslos. Doch das Team der Berliner Peter Pekarik und Ondrej Duda, das durch ein gleichzeitiges Remis in Cardiff noch Gruppenzweiter geworden wäre, kann noch über die Play-offs zum EM-Teilnehmer avancieren. Wales setzte im "Endspiel" um Platz zwei gegen Ungarn in Cardiff früh ein Zeichen. Die 1:0-Führung der Briten durch Mittelfeldspieler Aaron Ramsey (15.) stellte für die Gastgeber die Weichen zur zweiten Teilnahme an einem EM-Turnier in Folge. Der Kollege von Nationalspieler Emre Can und Ex-Weltmeister Sami Khedira bei Juventus Turin schockte die Gäste nur 120 Sekunden nach der Pause mit seinem zweiten Treffer und sorgte damit zugleich auch schon für die Entscheidung.

Belgier in Torlaune

Die Niederlande haben im Fernduell mit Deutschland um den Sieg in der Gruppe C zum Abschluss einen wertlosen Pflichtsieg eingefahren. Oranje gelang in Amsterdam gegen Estland zwar ein souveränes 5:0 (2:0), konnte sich damit aber nach der schon zuvor sicheren EM-Teilnahme nicht mehr an der deutschen Nationalmannschaft auf Platz eins vorbeischieben.

Belgien verteidigte unterdessen in der Gruppe I seine weiße Weste bis zum Schluss erfolgreich und präsentierte sich beim zehnten Sieg im zehnten Spiel mit 6:1 (4:1) gegen Zypern in standesgemäßer Torlaune. Auch Russland, das auch schon als EM-Starter feststand, siegte in San Marino deutlich 5:0 (2:0). Schottland, ein weiterer Ausrichter von EM-Spielen, konnte sich bereits vor dem 3:1 (0:1) gegen Kasachstan auf eine weitere Chance in den Play-offs konzentrieren.

Quelle: n-tv.de, ino/sid