Fußball

Partie in Dresden kurz vor dem Abbruch Union bleibt Köln auf den Fersen

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Alle auf den Kapitän: Die Unioner feiern ihren Torschützen.

(Foto: dpa)

Der 1. FC Union Berlin bleibt in der zweiten Fußball-Bundesliga am Spitzenreiter aus Köln dran. Mit dem Erfolg gegen Aue schließen die Köpenicker nach Punkten auf. Derweil bändigt der Karlsruher SC die Münchner Löwen. Und auch Dynamo Dresden gewinnt.

Fußball-Zweitligist Union Berlin hat in seinem doppelten Jubiläumsspiel den Anschluss zu Tabellenführer 1. FC Köln gewahrt. Die Eisernen siegten am zwölften Spieltag gegen Erzgebirge Aue durch einen Freistoß-Treffer von Kapitän Torsten Mattuschka (62.) 1:0 (0:0) und stehen punktgleich mit Köln auf Rang zwei. Berlin bestritt sein 250. Zweitligaspiel und 1500. Punktspiel seit Vereinsgründung 1966.

Aue hätte mit einem Sieg bis auf zwei Punkte an Rang drei heranrücken können, fiel durch die Niederlage aber auf Platz zwölf zurück. In einer niveauarmen ersten Halbzeit waren die Fronten vor 20.541 Zuschauern schnell geklärt: Union gestaltete gegen extrem tief stehende Gäste das Spiel und versuchte die kompakte Defensive auszuhebeln, kam aber nur sehr vereinzelt zu Chancen. Ein Kopfball von Stürmer Simon Terodde (5.) und ein Fernschuss von Mattuschka (41.) waren noch die gefährlichsten Aktionen. Erzgebirge sah die gegnerische Hälfte dagegen fast nur aus der Ferne. Den Türöffner nach der Pause spielte wieder einmal Mattuschka. Der Regisseur zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern in die Torwartecke, Aues Keeper Sascha Kirschstein sah dabei nicht gut aus.

Cottbusser schießen Leuchtraketen aufs Feld

Dynamo Dresden hat - überschattet von einem drohenden Spielabbbruch wegen Pyrotechnik - einen Sieg verbucht. Gegen Energie Cottbus gewannen die Sachsen dank des ersten Treffers von Stürmer Mickael Poté (72.) mit 1:0 (0:0). Dresden verbesserte sich auf den 16. Platz, Cottbus rutschte auf Rang 15 ab. Ausgerechnet Schiedsrichter Felix Brych, der am das Phantomtor von Sinsheim gegeben hatte, musste in Dresden erneut Schwerstarbeit verrichten: In der 65. Minute unterbrach der Referee die Begegnungen zunächst für zwei Minuten, nachdem aus dem Cottbuser Fanblock Leuchtraketen auf das Feld geflogen waren.

Danach zündeten die Gäste-Anhänger erneut Pyrotechnik und warfen Feuerwerkskörper auf das Spielfeld - Brych schickte beide Mannschaften daraufhin in die Kabine. Nach rund zehnminütiger Unterbrechung appellierte Energie-Kapitän Uwe Möhrle per Stadionmikrofon an die Randalierer: "Lasst uns das Spiel bitte vernünftig fortsetzen!" Kurz danach gab Brych das Spiel wieder frei.

Löwen genügen ihren Ansprüchen nicht

Der TSV 1860 München bleibt derweil weit hinter seinen hohen Ansprüchen zurück und muss sich nach dem vierten Spiel ohne Sieg nun sogar in Richtung Tabellenkeller orientieren. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel unterlag bei Aufsteiger Karlsruher SC mit 1:2 (0:2). Während die Badener sich in die obere Hälfte der Tabelle schoben, hat Funkel seit seinem Amtsantritt im September nur einen Dreier erreicht.

Nach starkem, aber fast schon gewohnt wenig effektivem Beginn der Löwen legte der KSC bei Funkels Elf defensive Schwächen offen. Zwei Mal ließen sich die Sechziger über die linke Abwehrseite düpieren. Erst versenkte Selcuk Alibaz (15.) einen Querpass per Direktabnahme, dann landete in der 22. Minute Guillermo Valoris Rettungsversuch im eigenen Tor. Moritz Stoppelkamps (85.) Anschlusstor kam zu spät.

Quelle: n-tv.de, sid

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