Fußball

Aus im Pokal, Diego vor Absprung Wolfsburg vor Scherbenhaufen

Der VfL Wolfsburg steht nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal beim Regionalligisten RB Leipzig schon vor dem Bundesliga-Saisonstart vor einem Scherbenhaufen. Diego ist kurz vor dem Absprung, eine Alternative für den Brasilianer hat Trainer Felix Magath aber nicht.

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Es läuft nicht rund: Felix Magath.

(Foto: dapd)

Katerstimmung nach dem Pokal-Aus, aber Diego kommt als Retter nicht infrage: Obwohl dem Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg ein genialer Spielmacher fehlt, ist der ausgemusterte Brasilianer für die Wölfe keine Alternative. Die launische Diva steht vor dem Absprung zum spanischen Top-Klub Atletico Madrid - und Trainer Felix Magath muss vor dem Saisonstart am Samstag beim 1. FC Köln nach Lösungen für die spielerischen Probleme suchen.

"Er hat große Lust zu unterschreiben. Ich glaube, dass er sehr gut in das System von Gregorio Manzano passt. Diego ist begeistert von der Idee", sagte Diegos Vater und Berater Djair da Cunha der spanischen Zeitung "AS": "Jetzt wartet er nur noch darauf, dass Wolfsburg und Atletico eine Übereinkunft erzielen." Laut Medienberichten seien die Verhandlungen zwischen dem 26-Jährigen, der beim VfL noch einen Vertrag bis Juni 2014 besitzt, und den Madrilenen weit vorangeschritten, sogar über eine Einigung und ein Leihgeschäft wird bereits spekuliert. Diego selbst äußert sich noch zurückhaltend. "Wir warten noch. Es gibt mehrere offizielle Angebote für mich, der Klub muss nun entscheiden, welches das beste ist", sagte der Mittelfeldspieler den "Wolfsburger Nachrichten".

Den Brasilianer interessiert das Pokalspiel nicht

Während sich seine Noch-Teamkollegen am Freitag beim Viertligisten RB Leipzig blamierten und nach einem 2:3 in der ersten DFB-Pokalrunde ausschieden, beschäftigte sich Diego offenbar nicht mit Fußball. "Ich habe den Sender nicht zu Hause und habe hinterher nur die Zusammenfassung gesehen." Schon Ende Juni hatte Magath verkündet, dass Diego künftig nicht mehr berücksichtigt wird. Dass der Coach jetzt eine Rolle rückwärts macht und den Nationalspieler begnadigt, gilt im Umfeld des Meisters von 2009 als ausgeschlossen. Grund für die Suspendierung war nicht zuletzt das Verhalten vor dem letzten Spiel der vergangenen Saison bei 1899 Hoffenheim, als Diego nach seiner Nichtberücksichtigung für die Startformation aus dem Mannschaftshotel geflüchtet war.

Wie dringend die Wölfe einen Kreativspieler brauchen, wurde in Leipzig deutlich. Magath fehlen in der Schaltzentrale die Alternativen. Makoto Hasebe und Tuncay Sanli konnten nicht überzeugen, der Südkoreaner Ja-Cheol Koo trat die Reise nach Sachsen erst gar nicht mit an. Deswegen könnte der 58-Jährige nun sogar von seinem Wunschsystem, der Raute im Mittelfeld, abrücken. 'So, wie wir gespielt haben, steht die Raute infrage', sagte Magath. Stattdessen könnte der VfL künftig mit Josue und Christian Träsch als Doppel-Sechs vor der Abwehr agieren und so auf ein 4-2-2-2-System wechseln, indem es keine klassische 10er-Position mehr gibt.

Dem Vernehmen nach soll es bereits am Wochenende eine Krisensitzung mit der Klubführung gegeben haben, bei der Magath grünes Licht für die Verpflichtung von neuen Spielern bekommen haben soll. Diese scheinen angesichts der spielerischen Defizite dringend nötig, denn auch die Innenverteidigung mit Simon Kjaer und Marco Russ wackelte, während dem Sturmduo Mario Mandzukic und Srdjan Lakic jegliche Durchschlagskraft fehlte. Außerdem kritisierte Magath: 'Ich habe kein Mannschaftsspiel gesehen.'

Quelle: ntv.de, Thomas Wolfer, sid

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