IOC beschuldigt MünzprägeanstaltFür die Schrott-Medaillen gibt es jetzt eine Lösung

Jubel nach der Siegerehrung? Gar nicht gut bei diesen Olympischen Winterspielen. Das könnte die Medaille beschädigen, mussten bereits mehrere Athletinnen und Athleten erleben. Das IOC will den Grund ausgemacht haben - und benennt auch den Schuldigen.
Die Ursache für die Medaillen-Pannen bei den Olympischen Winterspielen ist nach Angaben der Organisatoren gefunden. "Wir haben uns sofort zielgerichtet darum gekümmert, es gibt eine Lösung. Jetzt wird es Maßnahmen geben", sagte ein Sprecher des Organisationskomitees, ohne Details zu nennen. Die betroffenen Athletinnen und Athleten wurden gebeten, ihre beschädigten Plaketten "über die entsprechenden Kanäle zurückzusenden, damit sie umgehend repariert und zurückgegeben werden können".
Bei mehreren Olympioniken wie der US-Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson, dem deutschen Biathleten Justus Strelow und der schwedischen Langläuferin Ebba Andersson war die Medaille während ihrer Jubelaktionen vom Band gerissen. Auch die Eisschnellläuferin Jutta Leerdam hatte offenbar dasselbe Problem. Auf einem Tiktok-Video hält sie zunächst freudig ihre Medaille in die Kamera, ehe sie plötzlich ausruft: "Ich habe sie kaputt gemacht."
Die Organisatoren verwiesen auf die Zuständigkeit der Staatlichen Münzprägeanstalt Italiens, von der die Medaillen hergestellt werden. Dennoch sagte der Sprecher des Olympia-Organisationskomitees: "Wir fühlen uns verpflichtet, dass die Medaillen die höchsten Qualitätsstandards erfüllen." Es handle sich nur um eine "kleine Anzahl von Medaillen", die betroffen sind.
Skirennfahrerin Johnson hat bereits eine Ersatzmedaille erhalten, die aber noch graviert werden muss. Die defekte Medaille habe sie aber nicht behalten dürfen, ließ die 30-Jährige wissen. "Sie mögen es nicht, wenn du mehrere davon hast", sagte Johnson lachend.
Biathlet Strelow wollte seine beschädigte Bronzemedaille aus der Mixed-Staffel dagegen wohl nicht eintauschen. "So ein Kratzer, das sind ja auch Erinnerungen. Das kann man dann später mal erzählen, wann und warum das passiert ist, das ist eigentlich eine schöne Story", sagte sein Teamkollege Philipp Horn.