Olympia

Das bringt der Olympia-Montag Geht's im Slalom zur nächsten Medaille?

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Tasiadis ist der Weltranglistenerste im Kanu-Slalom.

(Foto: dpa)

Am Montag greifen mehrere Deutsche ins Olympia-Geschehen ein, die das Gefühl einer Medaille bereits kennen. Vor allem Slalom-Kanute Sideris Tasiadis hat Chancen, nach acht Jahren erneut zu brillieren. Unter völlig anderen Voraussetzungen als damals in London.

Schießen: Der großen Allgemeinheit dürfte Skeet kein bekannter Begriff sein. Doch unter dem Namen Wurfscheibenschießen können sich viele schon eher etwas vorstellen. Bei der Disziplin Skeet geht es darum, die Wurfscheibe, die von zwei verschiedenen Punkten aus in fest vorgeschriebene Richtungen geworfen wird, zu treffen. Eine Deutsche ist dabei so gut, dass sie sich für die Finalrunde der Olympischen Spiele qualifiziert hat: Nadine Messerschmidt hat im Vorkampf bestanden und darf ab 07:50 Uhr erneut ran. Die 27-jährige Debütantin, die im Vorjahr den Weltcup in Nikosia (Zypern) gewann und zuletzt EM-Vierte im kroatischen Osijek wurde, traf am Sonntag mit drei vor ihr platzierten Schützinnen 72 Scheiben. "Eine Medaille ist drin. Wenn sie gut durch die Nacht kommt, kann sie mitmischen", sagt Heiner Gabelmann, der Sportdirektor des Deutschen Schützenbundes.

Radsport MTB: Das Olympia-Flair hat ihm bislang gefehlt - und trotzdem geht es für Mountainbiker Manuel Fumic und seinen Teamkollegen Maximilian Brandl um 8 Uhr mit dem Rennen los. Die Mountainbiker sind in Izu gut zwei Stunden von Tokio entfernt untergebracht, da ist wenig Stimmung. Der 39-jährige Fumic kennt sich aus, ist schon seit Athen 2004 bei allen Olympischen Spielen dabei. Der diesjährige Kurs wird hart: Es sei die "herausforderndste Strecke, die wir bei Olympia je hatten". Sie sei "wahnsinnig technisch und wahnsinnig steil", so der Routinier. Aber er war auf dem Kurs bereits flott unterwegs, ist beim Testrennen Achter geworden. Brandl peilt ebenfalls einen Platz in den Top Ten an.

Kanu: Er weiß, wie sich eine Olympia-Medaille anfühlt: Sideris Tasiadis. 2012 in London gewann er Silber im Kanu-Slalom - als "Youngster", wie er selbst einordnet. Und eine Medaille ist auch diesmal wieder drin, schließlich ist der 31-Jährige der Weltranglistenerste. "Ich weiß, dass ich hier gewinnen kann, aber wenn du an der Startlinie stehst und mental nicht da bist oder nicht fokussiert bist, dann wirst du hier nicht gewinnen", sagte er vorab. Erklärte aber auch: "Jetzt weiß jeder, dass Sideris Tasiadis seit 2018 die Nummer eins ist, und jeder sagt, du bist der Favorit." Das sei schon "ein bisschen schwierig". Im Vorlauf belegte er den sechsten Rang, im Halbfinale ab 7 Uhr geht es dann um den Einzug ins Finale um 08:45 Uhr.

Judo: Bislang läuft es für die deutschen Judoka noch nicht rund. Das bislang angetretene Trio schied gesammelt im ersten Kampf aus. Besser laufen soll es nun für Theresa Stoll. Die 25-Jährige ist schließlich WM-Dritte im Leichtgewicht. Ihr erster Kampf steht ab 04:54 Uhr im Achtelfinale an, wenn sie es mit einer noch in der ersten Runde zu ermittelnden Gegnerin zu tun bekommt. Der wohl härteste Kampf liegt dann schon hinter ihr: Stoll musste sich unter anderem gegen ihre Zwillingsschwester Amelie für Tokio qualifizieren. Diese drückt ihr jetzt von zu Hause aus die Daumen, dass Theresa Stoll es bis ins Finale um 11:38 Uhr schafft.

Schon in der ersten Runde greift Igor Wandtke im Leichtgewicht der Männer ins Geschehen ein. Los geht es um 05:42 Uhr für ihn gegen Khikmatillokh Turaev. Ein hartes Los für den 30-Jährigen aus Lübeck, schließlich ist der Usbeke der Sieger der Militärspiele 2019 und wurde in diesem Jahr bei der WM vierter. Wandtke hat bereits Olympia-Erfahrung: In Rio wurde er Neunter.

Turnen: Der Einzug ins Mehrkampf-Finale wurde bereits begeistert bejubelt: Die deutschen Männer sind dabei, ein großer Erfolg für die Riege. Platz sechs gab es für sie in der Qualifikation. "Ich bin so stolz, ein Teil dieses geilen Teams zu sein. Wir haben keine einzige Übung verturnt, das muss man sich mal vorstellen", sagte der beste Deutsche, Lukas Dauser, über den aus seiner Sicht "absolut gelungenen Tag". Ab 12 Uhr geht es für Dauser, Nils Dunkel, Philipp Herder und Andreas Toba erneut um eine gute Leistung. Eine Medaille ist allerdings äußerst unwahrscheinlich. Die Favoriten kommen aus China, Japan und Russland.

Fechten: Der Start in die Fecht-Wettbewerbe ist aus deutscher Sicht missglückt. Sowohl die Säbel-Männer als auch die einzige Frau mit dem Florett, Leonie Ebert, schieden früh aus. Die Männer in dieser Disziplin haben die Chance, es besser zu machen. Peter Joppich, Benjamin Kleibrink und André Sanita kämpfen ab 02:25 Uhr in der ersten Runde. Der erfahrene Joppich, schon seit Athen 2004 im Team, bekommt es mit dem Kanadier Alex Cai zu tun. Sanita bestreitet sein erstes Gefecht gegen Cheung Siu Lun aus Hongkong. Noch eine Runde Pause hat Kleibrink, der Olympiasieger von Peking 2008. Er trifft um 05:05 Uhr in der Runde der besten 32 auf den Ägypter Alaaeldin Abouelkassem.

Quelle: ntv.de, ara

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