Olympia

Kok mit Eisschnelllauf-RevancheGlitzer-Star Leerdamm durch olympischen Rekord ausgestochen

15.02.2026, 18:10 Uhr
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Jutta Leerdam holt diesmal "nur" Silber. (Foto: picture alliance / DeFodi Images)

Feuriges Niederlande-Duell: Glamour-Girl Jutta Leerdam verpasst ihr nächstes olympisches Gold bei den Eisschnelllauf-Wettbewerben. Landsfrau Femke Kok gewinnt überragend, sorgt für eine Premiere - und holt sogar einen olympischen Rekord.

Der niederländische Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam hat bei den Winterspielen in Mailand die bereits zweite Medaille gewonnen. Die Olympiasiegerin, die auch als Glamour-Girl für Aufsehen sorgt, rast über ihre Nebenstrecke 500 Meter in 37,15 Sekunden "nur" zu Silber. Für das insgesamt 50. niederländische Eisschnelllauf-Gold bei Olympischen Winterspielen sorgte Leerdams Landsfrau Femke Kok.

Die Weltmeisterin siegte in olympischem Rekord von überragenden 36,49 Sekunden und krönte sich zur ersten niederländischen Olympiasiegerin über die kürzere Sprintdistanz. Ihr glückte damit die Revanche, denn über 1000 Meter war es genau andersherum gelaufen im niederländischen Duell: Dabei sicherte sich vor sechs Tagen Leerdam Gold vor Kok, die sich bei jenem Rennen mit Silber begnügen musste.

Kok aber war es, die diesmal ihren begeisterten Fans auf den Tribünen zuwinken durfte, bevor sie sich auf ihrer Ehrenrunde in eine niederländische Flagge hüllte. Leerdam beglückwünschte die Siegerin fair und herzlich. Bronze über 500 Meter holte Miho Takagi (37,27). Die Japanerin jubelte über ihre insgesamt neunte Olympia-Medaille.

Leerdam im Extravaganz-Jet

Die deutsche Hoffnungsträgerin Sophie Warmuth (Erfurt), in der 12. von 15 Paarungen Leerdams direkte Gegnerin auf dem Eis, belegte in 37,75 Sekunden einen starken achten Rang. Anna Ostlender (Inzell/39,02) beendete die kurze Sprintdistanz auf dem 27. Platz.

Leerdam hat vor und während der Winterspiele in Mailand für Schlagzeilen gesorgt. Die Verlobte des US-amerikanischen Box-Influencers Jake Paul, der erneut auf der Tribüne mitfieberte, war im Privatjet inklusive personalisierter Canapés nach Mailand gereist. In der Heimat hatte es nach diesem extravaganten Trip Kritik gehagelt. An ihrem sportlichen Können ließ sie auf dem Eis keine Zweifel.

Vor den 500 Meter der Frauen hatte das deutsche Trio bei der Teamverfolgung der Männer den Einzug ins Halbfinale verpasst. Patrick Beckert, Felix Maly und Fridtjof Petzold belegten in 3:45,28 Minuten den siebten von acht Plätzen.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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