Olympia

Aus im Olympia-Halbfinale Hockeyteam geht gegen Argentinien unter

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"Es ist wahnsinnig enttäuschend": Florian Fuchs.

(Foto: dpa)

Erstmals seit 2004 stehen die deutschen Hockey-Männer nicht im Finale bei Olympia. Der Titelverteidiger scheidet im Halbfinale in Rio mit seiner schwächsten Turnierleistung aus. Nun bleibt die Hoffnung auf Bronze - nur auf Bronze, wie nicht nur der Kapitän sagt.

Die deutschen Hockey-Männer sind im Halbfinale der Olympischen Spiele krachend gescheitert. Das Team von Bundestrainer Valentin Altenburg bezog beim 2:5 (0:3) gegen Argentinien die höchste Olympia-Pleite seit 32 Jahren. Nach den großen Triumphen von Peking 2008 und London 2012 kämpft Deutschland in Rio damit nur noch um Bronze. Der Panamerika-Meister war spielerisch nicht besser als die Deutschen, nutzte seine Chancen aber konsequent. Mit Erfolg beschränkten sich die "Leones" aufs Kontern und das Erspielen von Strafecken.

Kapitän Moritz Fürste und seine Kollegen zeigten ihre mit Abstand schwächste Leistung bei diesem Turnier. Torhüter Nicolas Jacobi verzweifelte an den Strafecken des Spezialisten Gonzalo Peillat, der im ersten Durchgang alle drei Versuche versenkte  in der neunten, in der zwölften und in der 28. Minute. Nach Wiederanpfiff folgte flugs der nächste Rückschlag: Joaquin Menini (36.) traf zum 0:4, dann erzielte Lucas Vila das 0:5 (47.). Die Treffer von Fürste per Siebenmeter (51.) und Christopher Rühr (58.) kamen zu spät. Es war die höchste Niederlage bei Olympia seit dem 0:3 gegen Australien 1984 in Los Angeles in der Vorrunde. "Am Ende des Tages haben wir nicht unsere Leistung gebracht", sagte der deprimierte Fürste: "Die Enttäuschung ist riesig, aber wir können immer noch eine Medaille gewinnen - auch, wenn es nur Bronze ist."

Florian Fuchs konstatierte: "Die Effizienz der Argentinier hat uns das Genick gebrochen. Es ist sehr, sehr heftig zusammengekommen. Dass wir in einem olympischen Halbfinale 0:5 zurückliegen, ist sehr bitter. Es ist wahnsinnig enttäuschend." Der Bundestrainer sah das wenig überraschend ebenso: "Die fünf Schüsse der Argentinier waren alle drin. Wir haben aus vielen Chancen zu wenig Tore gemacht, Argentinien hat aus wenig viel gemacht." Im kleinen Finale am Donnerstag ab 17 Uhr unserer Zeit trifft die deutsche Mannschaft nun auf den Verlierer des zweiten Halbfinals zwischen Belgien und den Niederlanden. Letztmals gab es 2004 in Athen Bronze für die Auswahl des DHB. Am Mittwoch ab 17 Uhr kämpfen dann auch die deutschen Frauen um den Einzug in das olympische Endspiel. Gegen den klaren Turnier-Favoriten Oranje ist das Team von Trainer Jamilon Mülders allerdings eher der Außenseiter.

Quelle: ntv.de, sgi/sid/dpa

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