Olympia

In China disqualifiziert Olympia-Pechvogel schwer gestürzt und verletzt

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Auf Sorschag wartet nun eine langwierige Reha.

(Foto: imago images/Christian Heilwagen)

Kurzfristig reist Sophie Sorschag als Ersatz zu den Olympischen Spielen - und wird dann auch noch disqualifiziert. Mittlerweile ist die Skispringerin zurück in Europa. Doch in Thüringen stürzt die Österreicherin schwer und ist bereits operiert worden.

Skispringerin Sophie Sorschag hat kurz nach ihrem Pleiten-Auftritt bei den Olympischen Spielen eine schwere Verletzung erlitten. Die Österreicherin stürzte beim Continental Cup im thüringischen Brotterode und zog sich eine Kreuzband-, Seitenband- sowie Meniskus-Verletzung im rechten Knie zu. Die 23-Jährige wurde bereits in Linz operiert.

Sorschag hatte in Peking für Aufsehen gesorgt, weil sie nach ihrem ersten Wettkampf-Sprung von der Normalschanze disqualifiziert worden war. Die nachnominierte Athletin hatte die Sponsoren-Logos auf ihrem Anzug überklebt. "Das darf man nicht. Das habe ich nicht gewusst", sagte sie anschließend im ORF. Offizieller Grund für die Disqualifikation war, dass das Klebeband die Luftdurchlässigkeit des Anzugs unzulässig verringert. Ihren gewohnten Weltcup-Anzug durfte sie nicht nutzen, das IOC verbietet bei Olympia (fast) jede Form individueller Werbung. Also verbarg Sorschag nach Rücksprache mit den Trainern die Sponsoren-Logos mit Klebeband. Das durfte sie aber auch nicht.

Eigentlich hatte sich Sorschag gar nicht für Olympia qualifiziert. Weil aber in Mitfavoritin Marita Kramer und Jacqueline Seifriedsberger gleich zwei Österreicherinnen positiv auf Corona getestet wurden, flog sie per Last-Minute-Ticket und mit eilig zusammengestellter Ausrüstung nach Peking. Dort verpasste sie beide Trainingstage und wurde auch nicht für das Mixed nominiert. Bitter: Einen olympiagenormten Ersatzanzug hatte Sorschag sogar dabei, "aber es hat geheißen: Wenn es mit den Abklebungen geht, dann nehmen wir den anderen."

Weil die Athletinnen und Athleten die olympische Blase kurz nach Ende ihrer Wettkämpfe verlassen müssen, reiste die 23-Jährige schon zurück nach Europa. Dort erwartet sie statt der Chance auf Wiedergutmachung nun allerdings eine langwierige Rehabilitation.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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