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Flog mal wieder ganz hoch hinaus: Shaun White
Flog mal wieder ganz hoch hinaus: Shaun White(Foto: picture alliance / Angelika Warm)
Mittwoch, 14. Februar 2018

Schwerer Sturz überschattet Sieg: Snowboard-Star White holt drittes Gold

Zum dritten Mal nach 2006 und 2010 triumphiert Shaun White in der olympischen Halfpipe und macht damit seinen vierten Platz von Sotschi vergessen. Dem Sieg des US-Boarders war ein harter Zweikampf mit dem Japaner Ayumu Hirano vorausgegangen.

Mit einem Traumlauf hat Snowboard-Superstar Shaun White erneut den Olympiasieg in der Halfpipe gefeiert. Der US-Amerikaner setzte sich am Mittwoch bei den Winterspielen in Pyeongchang in einem spannenden Finale durch und feierte mit seinem dritten Auftritt ganz zum Schluss nach 2006 und 2010 sein drittes Gold. Für seine beste Vorstellung erhielt der 31-Jährige 97,75 Punkte. White lag damit vor dem Japaner Ayumu Hirano und Weltmeister Scotty James aus Australien. Dem Team der USA bescherte er die 100. Goldmedaille in der Geschichte der Winterspiele.

Vor dem dritten Durchgang war White nur Zweiter. Doch als es um die Entscheidung ging, konnte er sich vor 4909 Zuschauern mit zwei Sprüngen mit vierfacher Drehung noch einmal steigern. White riss die Arme hoch und weinte. Für den Ausnahmekönner war der Triumph eine Wiedergutmachung nach dem vierten Platz von Sotschi.

Die Tribüne füllte sich bei trübem grauen Himmel langsam, die Musik dröhnte leise und gedämpft. Der Snowboard-Millionär hatte gleich zu Beginn Grund zum Jubeln: Nach seinem ersten Lauf schleuderte er seinen schwarzen Helm weg und feierte 94,25 Punkte. Im zweiten Durchgang begeisterte dann Hirano die Zuschauer. Mit seinem stylischen Lauf mit zwei 1440-Grad-Sprüngen nacheinander, Sprüngen mit jeweils vierfacher Umdrehung, übernahm der 19-Jährige die Führung. White leistete sich einen Patzer und lag zurück. Seine Wertung aus der Qualifikation erreichte er dann allerdings auch mit seinem Gold-Lauf nicht. Am Dienstag hatte der Snowboard-Artist mit 98,50 von 100 möglichen Punkten einen fast perfekten Lauf gezeigt. "Er hat mal wieder allen gezeigt, dass er noch da ist", sagte der Passauer Johannes Höpfl. Für den 22-Jährigen war die Teilnahme in Südkorea ein Erfolg, in der Qualifikation blieb er ohne Chance.

Das Finale wurde von einem üblen Sturz des erst 16 Jahre alten Yuto Totsuka überschattet. Mit dem Rettungsschlitten wurde der Japaner aus der Eisrinne gebracht. Das japanische Team gab dann Entwarnung. Der 16-Jährige sei bei Bewusstsein und werde mit Schmerzen im Hüftbereich zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

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Quelle: n-tv.de