Technik

Online-Panne mit Mail-Adressen Amazon veröffentlicht Nutzerdaten

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Amazon hat die Namen und Mailadressen von Kunden veröffentlicht. Das Problem sei aber gelöst, heißt es.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Das hätte nicht passieren dürfen: Amazon veröffentlicht offenbar Namen und Mailadressen von Nutzern. Das Problem sei gelöst, informiert das Unternehmen die Betroffenen. Zu Gründen und Ausmaß der Panne hält man sich bedeckt.

Durch eine technische Panne sind die Namen und E-Mail-Adressen mehrerer Kunden des Online-Handelsriesen Amazon nach dessen Angaben auf die Internetseite des Unternehmens geraten. Zum Ausmaß des Schadens wollte sich ein Amazon-Sprecher auf Anfrage nicht äußern. "Wir haben das Problem geregelt und die Kunden unterrichtet, die betroffen sein könnten", sagte er dem Technologie-Portal "TechCrunch". Zu Ursachen und Ausmaß des Fehlers, gab es keinen Kommentar.

Amazon zufolge wurden weder die Systeme der Firma noch dessen Website gehackt. Auch die Passwörter seien sicher geblieben. Kunden in den USA und in Europa berichteten laut "TechCrunch", Nachrichten von Amazon bekommen zu haben. Darin wurden sie demnach über einen "technischen Fehler" informiert. Das Problem sei gelöst, die Nutzer müssten ihr Passwort nicht ändern, hieß es darin.

Start ins Weihnachtsgeschäft steht bevor

Amazon ging mit den Informationen kurz vor dem so genannten "Black Friday" (Schwarzer Freitag) an die Öffentlichkeit, an dem der Einzelhandel mit Rabattaktionen wirbt. Ihm folgt am Montag der "Cyber Monday", an dem die Jagd auf Sonderangebote im Internet fortgesetzt wird. Das Wochenende um Thanksgiving gilt in den USA als Startschuss für das lukrative Weihnachtsgeschäft.

Amazon ist in den USA die unbestrittene Nummer eins im elektronischen Handel mit einem Marktanteil von 48 Prozent. Das dürfte den Analysten der Marktforschungsfirma eMarketer zufolge dieses Jahr 252 Milliarden Dollar (221 Milliarden Euro) entsprechen. Die Branchenexperten erwarten, dass der gesamte Online-Handel in den USA im diesjährigen Weihnachtsgeschäft um 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunehmen wird.

Quelle: n-tv.de, ame/AFP

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