Technik

Mit verbesserter Tastatur Apple lässt 16-Zoll-MacBook Pro vom Stapel

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Das neue MacBook Pro mit 16-Zoll-Display ist besonders leistungsstark und hat eine verbesserte Tastatur.

(Foto: Apple)

Das neue MacBook Pro mit 16-Zoll-Display soll das perfekte Werkzeug für Nutzer sein, die von einem Rechner Höchstleistungen ohne Zicken erwarten. Apples neues Flaggschiff wird sie wohl nicht enttäuschen, aber um ein hübsches Sümmchen ärmer machen.

Apple-Kunden sind im Prinzip ein loyales Volk. Wer sich einmal für die Produkte mit dem Apfel-Logo entschieden hat, bleibt häufig der Marke über Jahre hinweg treu. Unter den Besitzern der MacBooks rumort es allerdings seit einiger Zeit. Und Konkurrent Microsoft gewinnt mit seinen Surface-Computern an Boden. Mit dem jetzt in New York vorgestellten MacBook Pro im 16-Zoll-Format setzt Apple zum Konter an.

Eigentlich bei hochpreisigen Notebooks eine Selbstverständlichkeit, soll zunächst erwähnt sein, dass die Tastatur des neuen MacBook Pro zuverlässig arbeiten soll. Bei den Vorgängern klagen Kunden über mechanische Probleme. Beim Druck auf die Buchstabentaste passiert zuweilen nichts, manchmal erscheinen Buchstaben doppelt. Schon wenige Staubkörner zwischen den Tasten reichen gelegentlich aus, um die Funktion zu beeinträchtigen. Apple musste wegen der Probleme sogar ein Programm für eine kostenlose Reparatur einrichten.

Verbesserte Tastatur

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Das "Magic Keyboard" hat eine echte ESC-Taste.

(Foto: Apple)

Nach mehreren Verbesserungsversuchen ist nun Schluss mit der Butterfly-Tastatur. Das neue MacBook Pro kommt mit einem völlig neu gestalteten Keyboard. Das "Magic Keyboard" orientiert sich am Design der bewährten Tastatur des iMac Pro. Im ersten Kurztest hinterlässt es einen guten Eindruck mit schnellen und flüssigen Eingaben.

Beim Neu-Design der Tastatur ist Apple auch auf die wichtige Kundengruppe der Software-Entwickler zugegangen. Sie erhalten nun links neben der TouchBar, einem flachen Display mit virtuellen Tasten, wieder eine echte ESC-Taste.

Sechs Lautsprecher an Bord

Ein riesiger Unterschied zum Vorgänger-Modell lässt sich beim Klang feststellen. Sechs Lautsprecher ermöglichen einen satten und breiten Stereo-Sound und einen vollen Bass. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass die einzelnen Lautsprecher untereinander Vibrationen neutralisieren. Dadurch scheppert das Gehäuse nicht.

Auch beim Sound-Input legt Apple die Messlatte höher: Drei Mikrofone zeichnen den Ton quasi in Studioqualität auf. Hintergrundgeräusche werden weitgehend ausgeblendet. Das ist nicht nur für Podcaster interessant, die ihre Sendungen von unterwegs aus aufzeichnen wollen. Auch die Tonqualität bei Videokonferenzen profitiert.

Mehr Speicherplatz

Für den Einsatz als mobiles Multimedia-Studio hat Apple das neue MacBook Pro mit modernen Intel-Mikroprozessoren (6-Kerne Core i7 und 8-Kerne Core i9) bestückt. Für die Grafik ist ein leistungsstarker AMD-Chip (Radeon Pro 5000M mit GDDR6-Speicher) zuständig.

Beim Bearbeiten von Videos in Programmen wie Final Cut Pro oder Adobe Premiere sieht man nun die Auswirkungen von Filtern oder Belichtungskorrekturen in Echtzeit. Beim Vorgängermodell bekam man sie erst nach dem Rendern der Videos zu Gesicht.

Video-Profis profitieren beim neuen MacBook Pro nicht nur vom größeren Bildschirm (16 statt 15 Zoll, 3072 zu 1920 Pixel), sondern auch von neuen Speicheroptionen: Das Gerät kann bis zu 64 Gigabyte (GB) Hauptspeicher aufnehmen. Mit 512 GB und 1 Terabyte (TB) sind die SSD-Speicher in beiden Standardkonfigurationen doppelt so groß als beim bisherigen 15-Zoller. Maximal sind 8 TB SSD-Speicher möglich.

Maximale Akku-Kapazität, deftige Preise

Beim Akku ging Apple mit 100 Wattstunden (Wh) Kapazität sogar bis an die Grenze des rechtlich Erlaubten. Mehr darf nach den Regeln der US-Flugaufsichtsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) in Akkus nicht stecken, damit sie noch in einem Flugzeug transportiert werden dürfen. Das Vorgängermodell bot nur 84 Wh. Der Akku soll damit das MacBook Pro für durchschnittlich elf Stunden in Betrieb halten, eine Stunde länger als zuvor.

Die Ausstattung des Edel-MacBooks lässt sich Apple gut bezahlen: Das neue Apple-Notebook ist in der Einsteigerversion ab knapp 2700 Euro zu haben. Damit liegt der Preis allerdings genau auf dem Niveau des Vorgängermodells. Schnellere Prozessoren und zusätzlicher Speicher lassen die Kosten aber deutlich ansteigen - bis auf rund 7140 Euro für die Maximalausstattung. Apple startet den Verkauf bereits in dieser Woche.

Quelle: n-tv.de, kwe/dpa