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"Odyssey", eine epische Reise Assassin's Creed macht sein Meisterstück

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Alexios, Enkel von Leonidas, wirft sich in die Schlacht.

(Foto: Ubisoft)

Ein Mix aus Mythologie und Geschichte des antiken Griechenlands zieht Spieler von "Assassin's Creed Odyssey" in seinen Bann. Der neue Teil macht vieles besser als seine Vorgänger und punktet mit einer packenden Story und jeder Menge Action.

An den Thermopylen steht eine persische Übermacht 300 Spartiaten und ihrem Anführer Leonidas gegenüber. Eine königliche Rolle, in die der Spieler von Ubisofts "Assassin's Creed Odyssey" gleich zu Beginn schlüpfen darf. Als großer Anführer in der medial oft aufbereiteten Massenschlacht werden gleich die wichtigsten Elemente des Spiels erlernt. Ein stimmungsvolles und pompöses Tutorial, das gleichzeitig die Grundlage für eine durchweg überzeugende Geschichte liefert.

Als Alexios oder Kassandra startet das Abenteuer im antiken Griechenland 431 Jahre vor Christi. Gleich zu Beginn muss sich der Spieler entscheiden, welche der beiden Leonidas-Enkel, die als Kinder getrennt wurden, er steuern möchte. Dann beginnt die Suche nach den Eltern. Daneben schlägt man sich als Söldner durch die Antike, entscheidet über der Ausgang des peloponnesischen Kriegs zwischen Athen und Sparta und macht Kopfgeldjägern und mystischen Kreaturen den Garaus.

Reise mit ungewissem Ausgang

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Trotz spartanischer Herkunft kann der Spieler in Schlachten auch für Athen anheuern.

(Foto: Ubisoft)

Wie die beiden Hauptcharaktere von ihrer Umwelt dabei wahrgenommen werden, entscheidet der Spieler mit jeder Unterhaltung und jedem Kampf selbst. Das neue Dialogsystem macht's möglich. Voller Gnade, Zorn oder irgendwo dazwischen darf sich der Spieler dann Aufgabe für Aufgabe durch eine wunderschöne Open-World-Landschaft schlagen. Je nach Ausgang beeinflusst das den Ausgang der Geschichte um Alexios und Kassandra.

Historische Schlachten, griechische Mythologie und etwas Fantasy - inhaltlich ist das aber noch nicht alles. Dem Spieler steht noch der Kult des Kosmos gegenüber, ein Geheimbund, der das Geschehen der Antike aus dem Hintergrund kontrolliert. Ein Familiendrama bleibt es in jedem Fall - die Geschichte ist emotional erzählt, wirkt aber nicht überdreht.

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Die Welt von Assassin's Creed präsentiert sich idyllisch, ist aber voller Gewalt.

(Foto: Ubisoft)

An der Optik des Spiels haben die Entwickler entsprechend der Schauplätze gefeilt. Die Welt des antiken Griechenlands ist den Machern einfach nur sagenhaft gut gelungen. Von den Stadtstrukturen in Athen über mediterrane Gebirgslandschaften bis hin zu verspielten Inseln in der Ägäis - die Welt von Assassin's Creed hat Charme. Unschön wirken allerdings die regelmäßig nachladenden Texturen. Xbox-Spieler haben hier weniger Probleme, dazu sieht die Grafik auf der Microsoft-Konsole noch einen Tick besser aus.

Cleverness statt Schild

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Rammen und Entern - Gegnern geht's mit Pfeilen und Speeren an den Kragen.

(Foto: Ubisoft)

Am Kampfsystem hat Ubisoft ebenfalls ordentlich gewerkelt. Vieles erinnert an vorige Assassin's Creed Teile, doch die Kämpfe haben es in sich. In Auseinandersetzungen mit mehreren Gegnern gleichzeitig oder mit Zwischen- und Endbossen muss der Spieler zwischen Parieren, Ausweichen und Spezialattacken abwägen - dynamische und spektakuläre Kämpfe sind garantiert. Den traditionellen Schild hat der Spieler nicht mehr zur Verfügung, dazu wirken die Gegner insgesamt deutlich cleverer und anspruchsvoller.

Gekämpft wird nicht nur zu Land, auch die Seeschlachten aus Assassin's Creed: Black Flag sind zurück. Die Auseinandersetzungen sind zwar nicht ganz so ausgefeilt wie in der Piratenausgabe, aber eine gelungene Abwechslung zu Landkämpfen.

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Neben den Neuerungen im Spiel hält Ubisoft an den klassischen Elementen der Reihe fest: Es darf überall geklettert und gekraxelt werden, per Adler wird ausgekundschaftet und aus dem Hinterhalt gemeuchelt. Allerdings war der Spieler noch nie weniger als Auftragsmörder unterwegs als in diesem Assassin's Creed.

Ein Rundumschlag im elften Anlauf

Odyssey schafft es, eine Geschichte um die Nachfahren des spartanischen Königs Leonidas zu spinnen und wechselt zwischen Historie und Fiktion, ohne sich der einen Seite zu sehr zu widmen. Dadurch wirkt der Haupterzählstrang immer frisch, obwohl er bekannte historische Figuren und Eckpunkte enthält. Ein Plausch mit dem Philosophen Sokrates, sich von Hippokrates die Wunder der Medizin oder von Perikles die Politik näher bringen lassen - das neue Assassin's Creed bietet alles davon.

Den Entwicklern ist im elften Anlauf wohl die beste Variante der Assassin's-Creed-Reihe gelungen. Im kommenden Jahr soll laut Ubisoft kein neuer Titel folgen. Den braucht es auch nicht, denn diese Spiel-Odyssee, diese abenteuerliche Reise, wird monatelange Unterhaltung liefern.

Assassin's Creed Odyssey ist ab sofort für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.

Quelle: n-tv.de

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