Technik

Konkurrenz fürs Macbook Pro Asus Zenbook 13 UAL ist leicht und stark

asus-zenbook-13-UAL-2.jpg

Das Zenbook 13 UAL ist eines der leichtesten Ultrabooks seiner Klasse.

(Foto: jwa)

Das neue Zenbook 13 ist besonders leicht und trotzdem sehr leistungsstark. Damit schickt Asus einen neuen Konkurrenten für Macbook Pro und Dells XPS 13 ins Rennen - doch die Sache hat einen Haken.

Asus spielt mit seiner Zenbook-Reihe ganz vorne mit im Ultrabook-Geschäft. Die flachen, schicken und leistungsstarken Notebooks gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und technischen Ausstattungen, die von Alltagstauglichkeit bis Spitzenleistung reichen. Wer hier den Durchblick behalten will, muss ganz genau hinschauen. Jetzt ist das neue Zenbook da, mit 13-Zoll-Bildschirm und neuestem Intel-Chip. n-tv.de hat's ausprobiert.

Design: bewährt statt frisch

Auf den ersten Blick bietet das neue Zenbook 13 kaum Neues. Beim Design scheint Asus sein Erfolgsrezept gefunden zu haben, und das wird nur in Details angepasst. Das ist gut für die Markenpflege, sorgt bei Zenbook-Kennern aber für leise Enttäuschung beim Auspacken, denn von einem neuen Modell erwartet man immer auch ein frisches Äußeres.

Tatsächlich ist das neue Zenbook UX331UAL, so die genaue Bezeichnung, aber zeitgemäß schlank und leicht, hat ein brillantes Display mit großem Farbraum und dazu alle wichtigen Anschlüsse, die man zum produktiven Arbeiten so braucht: zweimal USB-A 3.0, einmal USB-C 3.1, einen HDMI-Port, einen kombinierten Audio-Ein- und Ausgang sowie einen Kartenleser - den allerdings nur für microSD-Karten. Andere Zenbooks haben stattdessen einen Micro-HDMI-Port samt beiliegendem Adapterkabel und einen normalen SD-Kartenleser, was für viele Nutzer praktischer sein dürfte.

Magnesium macht's leichter

Seine technischen Daten teilt sich das Zenbook UX331UAL mit dem Bruder UX331UA. Im Direktvergleich gibt es nur einen Unterschied, und der erklärt auch, wofür das "L" im Namen steht: Das neue Zenbook ist nämlich leichter als die meisten anderen 13-Zoll-Ultrabooks, es wiegt 985 Gramm. Zum Vergleich: Apples kleines Macbook Pro bringt 1370 Gramm auf die Waage, das Dell XPS 13 wiegt 1210 Gramm.

Asus hat das Gewicht des 13,3-Zoll-Notebooks auf unter 1000 Gramm gedrückt, indem fürs Gehäuse eine spezielle Magnesium-Aluminium-Legierung verwendet wurde. Die ist leichter als das sonst verwendete Aluminium und soll besonders robust sein: Laut Asus erfüllt es den Militärstandard MIL-STD 810G. Das bedeutet, dass es auch bei extremen Temperaturen, in großer Höhe oder bei hoher Luftfeuchtigkeit noch gut funktioniert und Stürze unbeschadet übersteht – so steht es in der Presse-Info.

asus-zenbook-13-UAL-1.jpg

Starkes Leichtgewicht: das Asus Zenbook 13 UAL.

(Foto: jwa)

Überprüfen möchte man diese Angaben aber lieber nicht, denn besonders robust wirkt das Notebook nicht. Paradoxerweise macht es im Gegenteil eher den Eindruck, als bestünde das Gehäuse aus Kunststoff und halte nicht sonderlich viel aus - die Displayklappe und das Gehäuse lassen sich leicht biegen und verwinden. Obwohl sich ein Gehäuse aus Magnesium-Legierung durchaus edel anfühlen kann, will das Luxus-Gefühl, das man bei einem High-End-Ultrabook für über 1000 Euro erwartet, hier erst einmal nicht aufkommen. 

Technik: stark wie gehabt

Damit ist der wichtigste Unterschied zu den Zenbook-Vorgängern schon genannt. Ansonsten unterscheidet sich das UX331UAL auch nicht vom Zenbook 13 UX331UN, das n-tv.de im Januar 2018 getestet hat. Lediglich bei den verfügbaren Konfigurationen gibt es Unterschiede, doch in den Testgeräten werkelte in beiden Fällen die bärenstarke Konfiguration aus 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, einem Intel Core i7 der achten Generation und 512 Gigabyte flottem SSD-Speicher, die von einem 50-Wattstunden-Akku den nötigen Saft bekommt.

Das ist einerseits gut, denn bei Leistung und Ausdauer spielen Asus' Ultrabooks zuverlässig ganz vorne mit, und das neue Zenbook ist da keine Ausnahme. Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte, die das Ultraleicht-Notebook von seinen Vorgängern übernommen hat. Dazu gehört der An- und Ausschalter, der direkt neben der Entf-Taste sitzt und schnell mal aus Versehen angetippt wird.

Unzeitgemäß ist es, dass Asus auf Thunderbolt-Ports verzichtet und zudem zwar einen USB-C-Steckplatz anbietet, zum Laden aber auf einen eigenen, separaten Anschluss setzt. Außerdem wirkt die beiliegende Transporttasche etwas billig und ist nicht maßgeschneidert. Das etwas größere Zenbook UX3430 passt perfekt hinein, für das UX331UAL ist sie aber etwas zu groß. Unverständlich, wieso Asus nicht eine passende Tasche anfertigt.

Wer mit den genannten Einschränkungen leben kann, bekommt mit dem Zenbook 13 UAL ein starkes Notebook, das alle Qualitäten hat, für die die Zenbook-Reihe bekannt ist. Das hat natürlich wie immer seinen Preis: Die getestete Ausführung mit 16 GB Arbeitsspeicher und i7-8550U-Prozessor kostet rund 1300 Euro. Damit ist es derzeit aber immerhin rund 100 Euro günstiger als das Zenbook 13 UN mit gleicher Ausstattung. Und wer Wert auf Robustheit legt und das leichte Magnesium-Aluminium-Gehäuse mag, kann beim Ultraleicht-Zenbook getrost zugreifen. Pluspunkt für Sparfüchse: Die einfachste Konfiguration ist schon für unter 1000 Euro zu bekommen.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema