Technik
Das Zenbook 13 ist ein Luxus-Ultrabook: schlank, leicht und edel.
Das Zenbook 13 ist ein Luxus-Ultrabook: schlank, leicht und edel.(Foto: jwa)
Samstag, 13. Januar 2018

Asus greift Macbook Pro an: Zenbook 13 ist ein Luxus-Ultrabook

Von Johannes Wallat

Das Zenbook 13 ist der Star unter den Notebooks von Asus. Das aktuelle Spitzenmodell ist superleicht, sehr kompakt und richtig stark - ernsthafte Konkurrenz für Apples Macbook Pro und Dells XPS 13.

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wählen viele Hersteller als Laufsteg für ihre neuesten Laptops und Ultrabooks. Auch Asus hat auf der Messe eine neue Generation seines Notebook-Dauerbrenners Zenbook vorgestellt. Das neue Zenbook 13 ist noch nicht auf dem Markt, aber auch das bereits erhältliche mit dem Modellnamen UX331UN macht im Test von n-tv.de eine gute Figur.

Edles Kompaktmodell

Das schlanke und flotte Windows-10-Notebook hat im Grunde alles, was man von einem Ultrabook verlangen kann. Es ist kompakt und leicht, meistens relativ leise und fühlt sich edel an. Außerdem ist es gut verarbeitet und hat alle nötigen Anschlüsse, um auch unterwegs gut arbeiten zu können. Damit empfiehlt es sich als echte Alternative zu Premium-Modellen wie Apples Macbook Pro oder dem Dell XPS 13.

Das letzte Modell aus der Zenbook-Reihe, das n-tv.de auf dem Arbeitstisch hatte, konnte nicht vollends überzeugen. Ein spiegelndes Display, WLAN-Aussetzer, ein bockiger Fingerscanner, ein übereifriger Lüfter und ein streikendes Touchpad - die Redaktion hatte wohl ein Montagsgerät erwischt, das dem hohen Preis und den hohen Erwartungen nicht immer gerecht wurde.

Vorsicht, Power-Taste!

Beim Asus Zenbook 13 sitzt der Fingerscanner rechts unten, die Power-Taste ist etwas unglücklich platziert.
Beim Asus Zenbook 13 sitzt der Fingerscanner rechts unten, die Power-Taste ist etwas unglücklich platziert.(Foto: jwa)

Davon ist beim Zenbook UX331UN zum Glück fast nichts mehr übrig. Das Ultrabook mit edlem Aluminiumkörper sieht seinem Vorgänger ähnlich, ist aber in Details anders: Links und rechts der Tastatur ist jetzt etwas mehr Platz, die Lautsprecher auf der Oberseite sind verschwunden. Sound strahlt jetzt nur noch nach unten ab, ist aber immer noch überraschend klar und laut genug, ohne zu verzerren. Der treffsichere Fingerscanner sitzt nun rechts unterhalb der Chiclet-Tastatur, auf der es sich angenehm schreiben lässt. Einziger Kritikpunkt: Die Entf-Taste sitzt direkt neben der Power-Taste. Im Eifer des Gefechts kann man sich schon mal vertippen - das nervt.

Das Touchpad ist groß genug und reagiert gut auf Eingaben, hin und wieder will es aber einzelne Finger nicht erkennen. Einmal kam es im Test auch vor, dass Klicks auf Programmsymbole wirkungslos blieben und nichts geschah - hier half nur ein Neustart. Das Problem tauchte aber nicht wieder auf.

Leicht und dünn

Im Gegensatz zum Vorgänger spiegelt der Bildschirm nicht mehr. Die matte Oberfläche erweist sich als gute Wahl, nicht nur für die Arbeit im Freien. Der Bildschirm ist gewachsen, von 12,5 auf 13, 3 Zoll, die Full-HD-Auflösung ist auch bei der etwas größeren Diagonale hoch genug für scharfe Darstellung. Mit Akku wiegt das Zenbook 13 nur rund 1,1 Kilogramm, das Gehäuse misst 310 x 216 x 13,9 Millimeter – schön kompakt also und sehr dünn.

Links hat das Zenbook 13 USB-C, USB-A, HDMI und den Ladeanschluss.
Links hat das Zenbook 13 USB-C, USB-A, HDMI und den Ladeanschluss.(Foto: jwa)

Für flüssiges Arbeiten sorgt beim Testgerät das Zusammenspiel aus der flotten 512-Gigabyte-SSD, dem Intel i7 8550U und den 16 Gigabyte LPDDR3-Arbeitsspeicher - diese Konfiguration kostet rund 1400 Euro. In 15 Sekunden ist das Zenbook hochgefahren und per Finger-Scan entsperrt. Der Lüfter ist meistens kaum hörbar, nur manchmal schraubt er sich mit leisem, aber hochfrequentem Surren zu voller Leistung hoch - der Grund dafür ist nicht immer ersichtlich.

Lange Ausdauer, viele Anschlüsse

Die Anschlüsse für Peripheriegeräte tragen zur guten Arbeitsatmosphäre bei: Zwei USB-A-Ports (3.0), ein USB-C-Anschluss (3.1), HDMI, microSD-Leser und 3,5-mm-Audio-Ein- und Ausgang stehen zur Verfügung. Schade: Thunderbolt-Anschlüsse spendiert Asus dem Zenbook 13 nicht und obwohl es einen USB-C-Steckplatz hat, gibt es zusätzlich noch einen eigenen Ladeanschluss. Das ist nicht mehr zeitgemäß.

Überzeugend ist die Leistung des 50-Watt-Akkus: Er hält einen ganzen Tag Arbeit bei voller Bildschirmhelligkeit mit Textverarbeitung, Bildbearbeitung, Browsen, Videostreaming und einer aktiven Remotedesktopverbindung durch und hat am Ende noch Ladung übrig. Laut Asus hält der Akku bis zu 14 Stunden durch. Ganz so viel erreicht man vielleicht nicht, aber acht bis zehn Stunden sind locker drin.

Damit ist das Zenbook 13 neben Apples Macbook Pro und Dells XPS 13 wohl das Ultrabook mit der besten Ausdauer - und damit auch eine echte Kaufempfehlung als Alternative zu den Stars unter den flachen Kraftmeiern. Die beiliegende Transporttasche wirkt zwar unverhältnismäßig billig und ist dem Zenbook nicht auf den Leib geschneidert, sondern etwas zu groß. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn immerhin kommt das Zenbook überhaupt mit Tasche. Und in Ausstattung, Leistung, Verarbeitungsqualität und Laufzeit muss es sich vor den Platzhirschen nicht verstecken.

Quelle: n-tv.de