Technik

Überraschende Zenfone-Premiere Asus stellt Kamera-Monster vor

Das Zenfone 2 hat die Tasten auf dem Rücken.

Asus zeigt auf der CES in Las Vegas zwei neue Smartphones vor, die mit viel Arbeitsspeicher und Fotoqualitäten auftrumpfen. Star des Duos ist das Zenfone Zoom, das eine Riesen-Kamera mit optischem Zoom und Laser-Autofokus hat.

Der taiwanische Hersteller Asus spielt auf dem Smartphone-Markt bislang keine große Rolle, auch wenn er immer wieder mit interessanten Konzepten aufwarten konnte, zum Beispiel den Padfones, die an Tablets andocken können. Jetzt präsentiert Asus auf der CES ein Smartphone, dessen Kamera mit einem optischen Zoom ausgestattet ist – ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das es so bislang nur bei Samsungs Kamera-Smartphone-Reihe Galaxy Zoom gibt. Während diese Geräte aber mehr nach Kamera als nach Handy aussehen, ist das Zenfone Zoom eindeutig ein Smartphone.

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Das Zenfone Zoom holt Motive näher heran.

Das große, kreisrunde Kamera-Modul auf der Rückseite erinnert an Nokias Lumia 1020, das sich mit seiner 41-Megapixel-Kamera ebenfalls an Handy-Fotografen wendet. Das Zenfone Zoom kommt mit 13 Megapixeln aus, seine Stärke liegt dafür im optischen Zoom, mit dem sich Motive nah heranholen lassen, ohne dass die Bildqualität darunter leidet. Beim digitalen Zoom gewöhnlicher Smartphone-Kameras wird lediglich ein Bildausschnitt im Sucher vergrößert, was immer zu Lasten der Auflösung und der Bildqualität geht. Ein optischer Zoom dagegen holt Motive näher heran, indem durch das Verschieben von Linsenelementen im Objektiv die Brennweite verändert wird.

Foto-Spezialist

Auch sonst ist das Zenfone Zoom auf die gehobenen Ansprüche von Hobby-Knipsern ausgerichtet: Mit einer Naheinstellgrenze von nur 5 Zentimetern sollen gute Makroaufnahmen gelingen, ein optischer Bildstabilisator (OIS) sorgt für verwacklungsfreie Bilder, ein Dual-LED-Blitz für natürliche Ausleuchtung im Dunkeln und ein Laser-Autofokus für schnelle und präzise Fokussierung. Außerdem können Aufnahmeparameter wie ISO-Wert und Verschlusszeit manuell eingestellt werden, eine maximale Blendenöffnung von f/2.0 verspricht gute Aufnahmen auch bei wenig Licht.

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Das Zenfone 2 hat die Tasten auf der Rückseite.

Einige dieser Eigenschaften finden sich auch beim Zenfone 2 wieder – Auflösung, Anfangsblende und Fotoleuchte sind bei beiden Modellen gleich, auch das Display hat mit 5,5 Zoll in der Diagonale und Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) die gleiche Größe und Schärfe. Das neue Flaggschiff in Asus' Zenfone-Reihe steckt in einem Gehäuse im Aluminium-Look und sticht mit einem Bedienelement ins Auge, das von LGs aktuellen Top-Modellen abgeschaut sein könnte: Die Lautstärketasten liegen nicht an der Seite, sondern finden sich auf der Rückseite des Geräts unterhalb der Kameralinse.

Beim Prozessor setzt Asus bei seinen neuen Smartphones wie schon bei der ersten Generation der Zenfone-Reihe auf einen Chip von Intel, in diesem Fall einen 64-Bit-Prozessor mit vier Kernen und üppigen 4 Gigabyte Arbeitsspeicher - eine Weltpremiere unter den Android-Smartphones. Auch die Akkukapazität ist mit 3000 Milliamperestunden großzügig bemessen, eine Schnellladefunktion soll zudem die Batterie in rund 40 Minuten zu 60 Prozent aufladen. Beide Smartphones unterstützen LTE und den schnellen WLAN-Standard ac, das Zenfone 2 hat einen Steckplatz für microSD-Karten.

Wann die neuen Asus-Smartphones in Deutschland verfügbar sind und wieviel sie hier kosten werden, dazu macht Asus noch keine Angaben. In den USA soll das Zenfone 2 im März 2015 erscheinen, als Startpreis sind 199 US-Dollar angesetzt. Das Zoom soll im zweiten Quartal für 399 US-Dollar aquf den Markt kommen.  

Quelle: ntv.de, jwa