Technik

Wavemaster Two Pro im Test Bluetooth-Boxen mit starkem Stereo-Sound

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Das Design der Wavemaster Two Pro ist klassisch schlicht.

jwa

Das Boxen-Duo Two Pro ist das Topmodell von Hersteller Wavemaster. Die Bluetooth-Boxen sehen gut aus, haben viel drauf und klingen klasse. n-tv.de hat die Sound-Meister getestet.

Die neuen Topmodelle im Angebot der Lautsprecherschmiede Wavemaster sehen aus wie herkömmliche Stereolautsprecher. Doch sie haben mehr drauf, als der erste Anblick vermuten lässt. Hinter dem Gewand klassischer Regal-Boxen verbirgt sich ein leistungsstarkes Aktivlautsprecher-Duo mit Bluetooth und einer ganzen Reihe weiterer Anschlussmöglichkeiten. Das Speaker-Doppel hat die gleichen Qualitäten wie seine kleineren Bluetooth-Geschwister, kann aber mit zusätzlichen Reizen punkten.

Wie auch die anderen Modelle aus dem Wavemaster-Katalog sind die Two Pro klassisch schlicht, Kritiker könnten sie auch langweilig nennen. Aber das Bekenntnis zur klaren Linie zahlt sich aus, denn so fügen sich die Boxen in nahezu jede Wohnumgebung gut ein und ihr zeitloses Design kommt so schnell nicht aus der Mode. Käufer haben zudem die Wahl zwischen einem weißen, glänzenden Gehäuse oder der matten Ausführung in Steingrau. Der Hochtöner sowie der Tief-/Mitteltöner sind in beiden Fällen in Schwarz gehalten. 

Pro haben mehr Wumms

Im Vergleich zu den Vorgängern, die n-tv.de ebenfalls getestet hat, haben die Two Pro mit ihrer Ausgangsleistung von 2 x 55 Watt nicht nur an Wums zugelegt, sondern sind auch größer geworden. Dadurch passen sie nicht mehr ganz so einfach ins Regal, machen aber zum Beispiel neben oder zwischen den eigenen Vinyl-Schätzchen immer noch eine gute Figur, denn ihr Chassis hat mit 31 Zentimetern Höhe praktisch die gleichen Maße wie eine herkömmliche Schallplattenhülle.

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Die Hauptbox der Wavemaster Two Pro hat einen Infrarotempfänger für die Fernbedienung.

(Foto: jwa)

An einen herkömmlichen Receiver, der die Signale eines Plattenspielers in Sound umwandelt, kann man die Wavemaster Two Pro aber eigentlich nicht anschließen, es sei denn, er verfügt über einen Line-Ausgang. In den meisten Fällen wird das aber auch nicht nötig sein, denn die Wavemaster haben als Aktivlautsprecher einen eigenen eingebauten Verstärker, Signale empfangen sie über fünf Audioeingänge - wahlweise über Bluetooth, zwei Line-Eingänge für Cinch- und 3,5-mm-Klinken-Stecker, Toslink/optisch oder USB-Audio. Wer seinen klassischen Verstärker anbinden will, muss tricksen und zum Beispiel das Audiosignal über den Kopfhörerausgang zu den Wavemasters schicken.

Nur WLAN fehlt zum Glück

Einzig ein WLAN-Modul fehlt noch zum vollen Sound-Glück - ein Chromecast Audio von Google leistet hier aber kostengünstig Abhilfe, denn der kleine Puck macht die Wavemaster per Klinkenstecker im Handumdrehen auch noch zu vollwertigen WLAN-Lautsprechern. Das Upgrade lohnt sich.

Gerade bei Lautsprechern mit WLAN oder Bluetooth ist es nützlich, wenn sie im Standby immer auf Abruf sind. Gegen den hohen Stromverbrauch eines allzeit bereiten Geräts hat Wavemaster eine clevere Funktion eingebaut: Bekommen die Lautsprecher eine Weile kein Signal, wechseln sie in einen Ruhemodus, in dem sie kaum Strom verbrauchen. Sobald wieder ein Signal ankommt, wachen sie automatisch und in Sekundenschnelle auf. Das ist nützlich, kann aber bei Bedarf auch deaktiviert werden. Ein Netzschalter an der Rückseite des linken Lautsprechers trennt die Boxen auf Wunsch ganz vom Strom.

Links ist die Kommandozentrale

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An der Rückseite des aktiven Wavemaster Two Pro sind alle Ein- und Ausgänge.

(Foto: jwa)

Wie üblich bei einem Aktiv-Paar sind alle Bedienelemente und der Verstärker in einem Lautsprecher untergebracht. Der zweite wird ganz einfach per Lautsprecherkabel verbunden. Bei den Wavemaster Two Pro ist die linke Box die Kommandozentrale. Hier finden sich alle Anschlüsse, darunter auch ein Stromanschluss für weitere Geräte und ein Ausgang für einen optionalen Subwoofer.

An der Front gibt es nur einen Infrarot-Sensor und ein Drehrad zum Wechsel zwischen den Quellen für die Eingangssignale. Eine farbige LED zeigt die Quelle an - das erfordert Eingewöhnung, nach einer Weile weiß man aber, dass etwa Blau für Bluetooth steht und bei Weiß ein Line-Signal via Cinch empfangen wird.

Fernbedienung macht's bequem

Komfort-Plus ist die Fernbedienung, die nicht mehr als die nötigsten Tasten hat: einen Source-Schalter für die Eingangswahl, Lauter und Leiser, Ton aus, An/Aus, Bass- und Höhenanpassung, zwei Soundeffekte (Tone Defeat und Loudness) sowie ein 0-Schalter, der alle Anpassungen zurücksetzt.

Vor allem die Anpassung der Basswiedergabe ist in Mietshäusern nützlich, denn die Wavemaster Two Pro klingen recht kräftig und können mit einem satten und warmen Bass beeindrucken. Im Test liefen sie deshalb meistens mit angezogener Bassbremse, um die Nachbarn im hellhörigen Berliner Altbau zu schonen. Ein Subwoofer dürfte dann auch in den meisten Fällen nicht nötig sein, denn einen durchschnittlichen Wohnraum beschallt das Duo locker. Erfreulich ist, dass die Two Pro auch bei niedrigen Lautstärken ihre Brillanz und den Detailreichtum in der Wiedergabe behalten.  

Mit einem vom Hersteller empfohlenen Preis von rund 550 Euro sind die Wavemaster Two Pro nicht ganz günstig. Sie haben fürs Geld aber auch viel zu bieten und gute Passivlautsprecher für den Anschluss an die heimische Stereoanlage kosten oft kaum weniger. Dafür gibt es bei den Wavemasters das fast komplette Paket an Anschlussmöglichkeiten, einen satteren Sound als beim Vorgänger und die praktische Fernbedienung.

Quelle: n-tv.de

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