Technik
Einfache Passwörter machen Hackern die Arbeit leicht.
Einfache Passwörter machen Hackern die Arbeit leicht.(Foto: imago/Ikon Images)
Donnerstag, 21. Dezember 2017

Alles beim Alten: Das sind die doofsten Passwörter des Jahres

"Splashdata" veröffentlicht die Liste mit den 100 schlimmsten Passwörtern, die 2017 verwendet wurden. Die beliebteste Kombination aller Zeiten verteidigt souverän ihren ersten Platz, aber es gibt auch bemerkenswert dusselige Neueinsteiger.

Das Sicherheitsunternehmen "Splashdata" hat Datensätze aus dem englischsprachigen Raum analysiert, die Hacker 2017 im Internet anboten und die 100 meistgefundenen Passwörter veröffentlicht. Erschreckenderweise hat sich in den Top 10 der dümmsten Kombinationen im Vergleich zu 2015 trotz zahlreicher Hacks so gut wie nichts geändert.

So belegt nach wie vor das unkaputtbare "123456" den ersten Platz, vor "password". Neu auf Platz 3 ist "12345678". Es hat sich um einen Platz verbessert, weil zur Sicherheit Passwörter immer häufiger mindestens achtstellig sein müssen. Daher ist "12345" auch auf Rang 5 abgerutscht. Platz 4 belegen jetzt die Nachbar-Tasten "querty", was in Deutschland "qwertz" entspricht. Unverändert ist "123456789" auf Platz 6, gefolgt von "letmein" ("lassmichrein"), das einen Riesensprung um sechs Ränge nach oben gemacht hat. Auf dem achten Platz findet sich jetzt "1234567".

Erstaunlich ist der Niedergang von "baseball", das 2015 noch in den Top 10 war und jetzt komplett rausgeflogen ist. Stattdessen belegt in der neuen Liste "football" den neunten Platz (2015: 10). Das könnte einerseits bedeuten, dass die Sportart nicht mehr so populär ist, oder Baseball-Fans sind ganz einfach lernfähiger als Football-Fans. Auf jeden Fall sind die Internet-Dummies romantischer geworden, denn "iloveyou" ist jetzt die neue Nummer 10.

So macht man's besser

Sichere Passwörter bestehen aus vielen verschiedenen Zeichen, mindestens acht. Sie setzen sich aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zusammen. Geburtstage und Namen von Eltern, Stars oder Tieren sind ebenso tabu wie Leibspeisen, Postleitzahlen oder Telefonnummern. Am besten ergeben Passwörter überhaupt keinen Sinn. Auch sichere Kennwörter sollten regelmäßig geändert werden und es ist ratsam, für jedes Konto ein eigenes Passwort zu verwenden.

Ausführliche Tipps finden Nutzer unter anderem beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und bei Google oder Microsoft.

Quelle: n-tv.de