Technik

Externe SSD mit Thunderbolt 3 Die Samsung Portable X5 ist extrem schnell

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Die Samsung Portable SSD X5 sieht nicht nur schnell aus, sie ist es auch.

(Foto: kwe)

Die externe SSD Samsung Portable X5 erreicht mit den Möglichkeiten von Thunderbolt 3 Höchstgeschwindigkeiten. Allerdings ist sie sehr teuer und viele Computer können sie gar nicht ausreiten. Eine günstigere Alternative ist die immer noch sehr schnelle Samsung T5.

Die meisten aktuellen externen SSD-Speicher erreichen selten Übertragungsgeschwindigkeiten jenseits von 550 Megabyte pro Sekunde (MB/s). Dies liegt unter anderem daran, dass die Schnittstellen der eingesetzten mSATA-Speicher nicht mehr hergeben. Bei Samsungs Portable SSD X5 ist das anders, in ihr arbeitet ein Flash-Speicher mit NVMe-Schnittstelle, wie sie auch moderne interne SSD-Speicher für schnelle PCI-Express-Übertragungen verwenden. Und damit der Anschluss nicht zum Engpass wird, verbindet sich die X5 via Thunderbolt 3 mit Computern. n-tv.de hat mit der 1 Terabyte (TB) großen Version des Speichers gemessen, was dabei herauskommt.

Ohne Thunderbolt 3 geht nichts

Um Samsungs Highspeed-SSD ausreiten zu können, benötigt man einen Rechner, dessen Ausstattung den hohen Anforderungen gewachsen ist. Thunderbolt 3 findet man noch nicht bei vielen Notebooks, USB 3.1 (2. Generation) ist hier noch Standard. An solche Geräte braucht man die X5 aber gar nicht erst anstöpseln, ohne Thunderbolt 3 fließen keine Daten. Und selbst wenn der geforderte Anschluss vorhanden ist, kann es sein, dass die SSD des Computers nicht mithalten kann oder die PCI-Express-Übertragung über weniger Kanäle läuft als sie Samsungs Turbo-Speicher bietet.

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Weil externe SSDs unter Belastung sehr heiß werden können, hat Samsung einen Kühlkörper eingebaut.

(Foto: Samsung)

Für die Messungen bei n-tv.de wurde die X5 an ein 13-Zoll-MacBook Pro (2016, ohne Touchbar) gesteckt, dessen interne SSD wohl auch nicht ganz mithalten kann. Am 2018er-Modell könnten daher vor allem die Schreibraten noch besser ausfallen. Die Geschwindigkeiten wurden mit den Gratis-Tools AJA System Test Lite und Blackmagic Disk Speed Test über mehrere Durchgänge mit unterschiedlichen Paketgrößen gemessen. Der Speicher der SSD wurde mit exFAT formatiert.

Schneller als die interne SSD

Die Testergebnisse sind beeindruckend. In Aja System Test Lite erreichte die Samsung Portable SSD X5 Lesegeschwindigkeiten von rund 2550 MB/s, Daten schrieb sie mit etwa 1800 MB/s. Im Blackmagic Disk Speed Test kam der Speicher auf knapp 2400 MB/s (Lesen) und 1750 MB/s (Schreiben). In beiden Tests ließ die X5 damit die interne SSD des MacBook Pro bei den Schreibraten (1300 MB/s) klar hinter sich. Beim Lesen waren beide Speicher etwas gleich schnell. Ein rund 30 Gigabyte großer Ordner mit Fotos und Videos war nach ungefähr 13 Sekunden vom internen auf den externen Speicher kopiert.

Die X5 bleibt im Gegensatz zu so manchem SSD-Hitzkopf relativ kühl, was an ihrer aufwändigen Bauweise liegt. Im robusten Magnesium-Gehäuse befinden sich über der Platine mit der SSD ein Kühlkörper sowie ein Schutzrahmen. So soll die Temperatur an der Außenfläche nicht über 45 Grad steigen.

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Die Samsung Portable SSD T5 bietet für die meisten Nutzer ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

(Foto: kwe)

Die Samsung Portable SSD X5 ist extrem schnell und zeigt vor allem beim Lesen von Daten allen externen SSD-Konkurrenten die Rücklichter. Sie kostet allerdings mit 1 TB im Online-Handel rund 500 Euro, mit 500 GB etwa 240 Euro. Das ist viel Geld und lohnt sich wirklich nur für Nutzer, die die Geschwindigkeit benötigen und deren Hardware die X5 ausreizen kann - beispielsweise bei der professionellen 4K-Videobearbeitung.

Samsung T5 eine gute Alternative

Samsung hat aber auch für etwas genügsamere Nutzer ein interessantes Angebot. Die 2017 auf den Markt gekommene Portable SSD T5 bekommt man in der 1-TB-Variante bereits für 225 Euro, das Modell mit 500 GB kostet rund 125 Euro. Sie bietet damit ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie hat zwar noch einen Speicher mit mSATA-Schnittstelle und unterstützt "nur" USB 3.1 (2. Generation). Aber sie lässt immer noch die meisten anderen bisher bei n-tv.de getesteten externen SSDs hinter sich. So erreichte sie im Aja System Test Lite beim Lesen etwa 515 MB/s, beim Schreiben 490 MB/s. Im Blackmagic Disk Speed Test kam sie auf Leseraten um 505 MB/s und Schreibraten von ungefähr 480 MB/s.

Quelle: n-tv.de