Technik

Warentest kürt Favoriten Die besten Kameras für jeden Zweck

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Die kleine spiegellose Systemkamera Canon EOS M6 ist eine der Favoriten von Stiftung Warentest.

(Foto: Canon)

Oft genügt das Smartphone, manchmal braucht man aber auch was Besseres. Stiftung Warentest stellt die besten Kameras für jede Situation vor, von der kleinen Reise-Knipse bis zur spiegellosen Systemkamera.

Die meisten Fotos werden heutzutage mit Smartphones gemacht. Kein Wunder, schließlich schießen ihre Kameras inzwischen Bilder mit beachtlicher Qualität und ihre Hightech-Ausstattung ermöglicht spontane Nachtaufnahmen und andere Tricks, die normale Knipsen nicht auf dem Kasten haben. Doch Smartphones sind durch die Gesetze der Optik Grenzen gesetzt, die sie trotz aller technischer Raffinesse nicht überschreiten können. Deshalb haben Spezialisten noch immer ihre Berechtigung. Stiftung Warentest hat aus über 500 getesteten Modellen die besten Kameras für jeden Einsatzzweck herausgesucht.

Begleiter für die Reise

Auf Reisen benötigt man kompakte, leichte Kameras mit Zoomobjektiven, die nahe und ferne Objekte angemessen ins Bild setzen können. Der Favorit der Tester in dieser Klasse ist die Canon Powershot SX730 HS für ungefähr 280 Euro. Sie hat ein Objektiv mit einem gemessenen 34-fachen Zoom und erreichte die Gesamtnote 2,3. Einen noch größeren Bereich deckt die Panasonic Lumix DC-FZ82 (260 Euro) mit einem 56-fachen Zoom ab, die ebenfalls das Qualitätsurteil 2,3 erhielt. Wer besonders gerne im Makro-Bereich fotografiert, ist mit der Panasonic Lumix DMC-TZ81 (310 Euro) bestens bedient.

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Canon Powershot G7 X Mark II.

(Foto: Canon)

Die etwas anspruchsvolleren Kompaktkameras für unterwegs haben größere Sensoren und hochwertigere Objektive mit geringerem Zoombereich. Sie liefern damit unter anderem auch bei weniger Licht noch gute Aufnahmen. Das sieht man auch an den Preisen, die nahe an die 1000-Euro-Grenze gehen.

Stiftung Warentest hat mit der Canon Powershot G7 X Mark II (Gesamtnote 1,8) eine Kamera zum Favoriten gekürt, die mit ungefähr 465 Euro zu den günstigeren Modellen in dieser Klasse gehört. Sie überzeugt vor allem durch einen sehr guten Automatikmodus. Der 5-fach-Zoom der rund 930 Euro teuren Canon Powershot G5 X II (1,8) deckt einen Bereich von 24 - 120 Millimeter ab, was in dieser Klasse sehr viel ist. Mit einem besonders großen Sensor ist die Panasonic Lumix DC-LX100 II (1,8/800 Euro) erste Wahl bei schlechten Lichtverhältnissen.

Systemkameras

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Canon EOS 200D.

(Foto: Canon)

Während die oben genannten Kompaktkameras ein fest verbautes Objektiv besitzen, haben Systemkameras mit Wechselobjektiven weit größere Möglichkeiten. Außerdem liefern sie mit größeren Sensoren höhere Bildqualitäten. Die Klassiker sind Geräte mit einem Spiegel, der den direkten Blick durchs Objektiv gestattet und sich beim Auslösen wegklappt.

Mit etwas mehr als 500 Euro inklusive Kit-Objektiv ist die Canon EOS 200D mit dem Qualitätsurteil 2,0 ein sehr preiswerter Favorit der Stiftung Warentest. Außerdem ist die Kamera leicht, kompakt und bei Videos sehr leise. Auch die beiden anderen Spiegelreflex-Lieblinge der Tester stammen aus dem Hause Canon. Die EOS 77D (2,0/705 Euro) hat einen Autofokus, der auch bei wenig Licht gut funktioniert, die EOS 800D (2,0/705 Euro) reagiert schneller auf Benutzereingaben.

Die Spiegelreflexkameras werden zunehmend von spiegellosen Geräten ersetzt. Bei ihnen ersetzt bei günstigeren Modellen der Blick aufs Display den Sucher, teurere Kameras haben hochwertige elektronische Sucher.

In der spiegellosen Einsteigerklasse hat Warentest die Canon EOS M6 zum Favoriten gekürt. Sie kostet mit Kit-Objektiv etwa 545 Euro und erhielt im Test die Gesamtnote 2,0. Ein optionaler Aufsteck-Sucher kostet rund 200 Euro. Kleiner und mit 350 Euro sehr günstig ist die Canon EOS M100, die mit dem Qualitätsurteil 2,1 nur knapp hinter der EOS M6 landete. Die Fujifilm X-A5 (2,2/500 Euro) hat die Tester durch ein besonders praktisches Einstell-Rädchen überzeugt.

Die neue Königsklasse

Die hochwertigen spiegellosen Kameras mit elektronischem Sucher bilden für Warentest zu Recht die neue Königsklasse. Im schrumpfenden Kameramarkt sind sie ein Lichtblick für die Branche. Bei der Auswahl ihrer Favoriten haben die Tester auch auf den Preis geachtet, weshalb die Top-Geräte mit Vollformatsensor nicht dabei sind. Wer die Besten der Besten haben möchte, greift zur Nikon Z6, Z7 oder zur Sony Alpha 7 III, die ohne Objektiv im Online-Handel zwischen 2000 und 3000 Euro kosten.

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Panasonic Lumix DC-GX9K.

(Foto: Panasonic)

Der ambitionierte Otto-Normal-Fotograf ist nach Meinung von Stiftung Warentest mit der Panasonic Lumix DC-GX9K für rund 715 Euro inklusive Standard-Zoomobjektiv am besten bedient. Die Kamera hat sich die Gesamtnote 1,8 unter anderem mit ihrer Vielseitigkeit und einer sehr effektiven Bildstabilisierung verdient. Kaum schwächer schnitt die Canon EOS M50 (850 Euro) mit dem Qualitätsurteil 1,9 ab. Bei ihr gefällt den Testern unter anderem das klapp- und schwenkbare Display. Die gleiche Gesamtnote erhielt die Panasonic Lumix DMC-G81H (930 Euro), die ein vor Staub und Spritzwasser geschütztes Gehäuse besitzt.

Quelle: n-tv.de, kwe

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